Evangelische Krankenhäuser…

engagiert und glaubensstark.

Evangelische Krankenhäuser…

innovative Spitzenmedizin.

Evangelische Krankenhäuser...

werteorientiert und wettbewerbsstark.

Evangelische Krankenhäuser…

umfassende Zuwendung.

Evangelische Krankenhäuser…

wirtschaftliche Solidität.

Evangelische Krankenhäuser…

interprofessionelle Pflege.

Evangelische Krankenhäuser…

zukunftssichere Versorgung.

Evangelische Krankenhäuser…

ausbildungsstark in Medizin und Pflege.

Evangelische Krankenhäuser…

modernes Management.

Evangelische Krankenhäuser…

starke Partner im Versorgungsnetzwerk.

Evangelische Krankenhäuser…

christliche Nächstenliebe.

Evangelische Krankenhäuser…

Seelsorge für ein würdiges Sterben.

Evangelische Krankenhäuser…

ganzheitlich Patienten orientiert.

Evangelische Krankenhäuser…

verstehende Kommunikation.

Evangelische Krankenhäuser…

respektvolle Lebensbegleitung.

Evangelische Krankenhäuser...

Qualität in Menschlichkeit und Medizin.

 
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Losungstext:
Ihre Wege habe ich gesehen, aber ich will sie heilen und sie leiten und ihnen wieder Trost geben.
Jesaja 57,18
Lehrtext:
Die Zwölf zogen aus und predigten, man solle Buße tun, und trieben viele böse Geister aus und salbten viele Kranke mit Öl und machten sie gesund.
Markus 6,12-13
 
 

Hermann Gröhe würdigt „ganzheitliche Zuwendung für Leib und Seele“

Berlin, 29. Juni 2016. Anerkennung und Ermutigung zur Innovation waren zentrale Elemente der prominenten Redner bei der CKiD-Jahrestagung am 21. und 22. Juni 2016. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe betonte, es sei gerade im Angesicht der steigenden Anzahl demenzieller Erkrankungen äußerst wichtig, die „Würde des Menschen nicht auf seine intellektuellen Fähigkeiten zu reduzieren“. Prof. Dr. Eckard Minx, Vorstandsvorsitzender der Daimler und Benz Stiftung, rief die Klinikverantwortlichen auf, sich für neue Denkmuster, Konzepte und Prozesse zu öffnen: der technologische Fortschritt in Richtung Industrie 4.0 verlange, gewohnte Denkpfade zu verlassen und sich vertrauten und neuen Problemstellungen mit völlig neuen Herangehens-weisen zu nähern. Karl-Josef Laumann, der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, bezeichnete sich als „Fan christlicher Kliniken“.

Qualitätsdebatte selbstbewusst mitgestalten
Minister Hermann Gröhe betonte in seiner Rede insbesondere die Alleinstellungsmerkmale konfessioneller Krankenhäuser. Dort würden Patienten ganzheitlich betrachtet und von Menschen behandelt, die sich selbst an christlichen Werten orientierten. Er plädierte dafür, die daraus erwachsende Motivation und Haltung der Krankenhausmitarbeiter und auch der freiwillig Engagierten in den Einrichtungen kontinuierlich zu würdigen. Darüber hinaus rief er die konfessionellen Kliniken dazu auf, die „Qualitätsdebatte selbstbewusst mitzugestalten“ und die Verbundbildung weiter voranzutreiben, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied des Gemeinsamen Bundeausschusses, konkretisierte dies im Blick auf die nach ihrer Überzeugung künftig notwendige Ausrichtung und Steuerung der Versorgungsqualität auf bzw. durch „value based evidence“ – wertebasierte Evidenz.

Mit Offenheit und Mut in die Zukunft gehen

Mit der Gestaltung der Zukunft beschäftigte sich besonders pointiert Eckard Minx. Er skizzierte die Entwicklung computergesteuerter Roboter, die menschliche Handlungen ausführen können, und selbst lernender Computersysteme, die alleine durch ihre Programmierung in der Lage sind, Erfahrungen auszuwerten und sich eigenes Wissen anzueignen. Führe man diese beiden Prozesse zusammen, entstünden Roboter mit menschenähnlichen kognitiven und motorischen Fähigkeiten – dies bedeute eine nicht zu unterschätzende Revolution für die menschliche Gesellschaft und insbesondere für die Wirtschaft. „Wer die Welt morgen gestalten will, muss sie heute verstehen“, lautet das Credo von Minx. Er ermutigte die Klinik-Manager zu Innovationsfreude und einem von Offenheit geprägten, völlig anderen Denken, um mit dem rasanten technologischen Fortschritt mithalten und neue Entwicklungen hervorbringen zu können.

Gerechte Entlohnung der Mitarbeiter als zentrale Stärke anerkennen

Karl-Josef Laumann rief die konfessionellen Krankenhäuser, deren „Fan“ er sei, ebenso wie Gröhe zu einer stärkeren ökumenischen Verbundbildung auf. Außerdem forderte er mehr Transparenz hinsichtlich der Behandlungsqualität: Angaben zur Qualität der erbrachten Leistungen sollten für die Patienten auf den Websites der Einrichtungen besser auffindbar und nachvollziehbar sein. Gleichzeitig betonte er, dass die Entlohnung der Mitarbeiter in kirchlichen Häusern positive Auswirkungen auf das Gehaltsniveau und die Tarifbindung in den jeweiligen Regionen habe. 

Erfolgreich bleiben mit Innovationsfreude und christlichem Profil

Im Rahmen der CKiD-Jahrestagung 2016 wurde auch erstmalig die Studie „Kirchliche Krankenhäuser im strategischen Wandel“ der TU Dortmund und der TU Berlin präsentiert. Die Ergebnisse zeigen, dass konfessionelle Träger in weiten Teilen bewusst auf Innovationen setzen, um die Versorgungsqualität für ihre Patienten zu erhöhen. Die Umsetzung und Erkennbarkeit des christlichen Profils nimmt ebenfalls einen zentralen Stellenwert ein. Angesichts der aktuellen Herausforderungen, vor denen die kirchlichen Krankenhäuser stehen, bestätigt die Studie: Wenn eine vorausschauende Unternehmensstrategie, Innovationsbereitschaft und die Ausrichtung an christlichen Werten zusammenkommen, sind das beste Voraussetzungen, um auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Informationen und Fotos zur CKiD-Jahrestagung 2016 und Ergebnisse der Studie

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Pflege muss gestärkt werden!

Berlin, 12. Mai 2016: Die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) haben anlässlich des Tages der Pflege dazu aufgerufen, die Pflege in jeder Hinsicht zu stärken. In einer alternden Gesellschaft müsse der Beruf dringend aufgewertet und attraktiver gestaltet werden. Vom gesellschaftlichen Stellenwert der Pflege hängt in Zukunft auch die Lebensqualität vieler Menschen im Alter ab. Den Einsatz der Bundesregierung für eine generalistische Pflegeausbildung werten wir als Meilenstein, um Pflege in Deutschland demografiefest zu machen. Nach Ansicht des DEKV-Vorsitzenden Christoph Radbruch müsse auch im Sinne der Mitarbeitenden in der Pflege der Grundsatz Gründlichkeit vor Schnelligkeit gelten. Es dürfe aber nicht durch Klientelpolitik und Verzögerungstaktiken die Chance auf die dringend notwendige Reform verspielt werden. Es müsse vielmehr heute gelingen, die Pflege und ihre Ausbildung umfassend auf neue Füße zu stellen.

Die CKiD hoffen auf eine zügige gesetzliche Ausgestaltung der Rahmenbedingungen, um weiterhin für die Anforderungen der Zukunft in der Kranken-, Alten- und Kinderkrankenpflege gewappnet zu sein. Der vielschichtige Behandlungsbedarf mit wachsenden Schnittmengen etwa in der Alten- und Krankenpflege wird steigen. Die Generalistik ist der logische Schritt, um den nötigen Schub für die Qualität der Pflege zu bringen. Hinsichtlich des vorliegenden Entwurfs des Pflegeberufereformgesetzes sehen die CKiD mit Blick auf eine ausreichende Finanzierung der künftigen Pflegeausbildung weiterhin Handlungsbedarf. Unabhängig davon setzen sie sich für die Ergänzung der Reform um die Einführung einer bundeseinheitlich geregelten Assistenzausbildung ein, um beispielsweise auch jungen Menschen ohne Mittlere Reife den Zugang zum Pflegeberuf und die Möglichkeit der weiteren Qualifizierung zu eröffnen. (NG)

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Rechtens aber nicht gerecht - Defizitausgleich kein einseitiges Privileg

Berlin, 31. März 2016: Der Bundesgerichtshof hat am 29. März in dritter Instanz bestätigt, dass Beihilfen von Kommunen an ihre Krankenhäuser, z.B. zum Ausgleich von Betriebskostendefiziten, rechtens und nicht wettbewerbswidrig sind, wenn sie den einschlägigen nationalen und europarechtlichen Vorgaben entsprechen. Aus Sicht des DEKV gehen entsprechende Zuschüsse in Ordnung. Gar nicht in Ordnung aber ist, dass faktisch nur Kliniken in öffentlicher Trägerschaft in den Genuss solcher Zuschüsse kommen. Damit werden kirchliche und andere Kliniken massiv benachteiligt und öffentliche Mittel verschwendet. Der BGH hat das Verfahren an die Vorinstanz zurück verwiesen. Es bleibt abzuwarten, ob diese die Chance nutzt, nicht nur zu prüfen, ob im konkreten Fall alle rechtlichen Vorgaben beachtet worden sind, sondern die problematische Ungleichbehandlung von öffentlichen und nicht-öffentlichen Trägern wenigstens zu benennen.

Geklagt hatte der Bundesverband Deutscher Privatkliniken gegen den Landkreis Calw wegen wettbewerbswidriger Subventionen zugunsten des defizitären Kreiskrankenhauses. Im konkreten Fall sind möglicherweise nicht alle einschlägigen Rechtsvorschriften beachtet worden. Die aus unserer Sicht wirklich spannende Problematik der Ungleichbehandlung von Kliniken in öffentlicher und nicht-öffentlicher Trägerschaft hat aber offenbar auch der BGH wie schon die Vorinstanzen ausgeblendet.

Krankenhausversorgung ist eine öffentliche Aufgabe. Auf Basis des für unsere Gesellschaft fundamentalen Subsidiaritätsprinzips wird sie überwiegend von nicht-öffentlichen, nämlich freigemeinnützigen und privaten Trägern wahrgenommen. Diese erbringen damit im Sinne des europäischen Wettbewerbsrechts „Dienstleistungen im allgemeinen Interesse“. Kirchliche Krankenhäuser etwa decken ein Drittel der Versorgung ab. Anders aber als Kliniken in öffentlicher Trägerschaft können sie im Falle von Betriebskostendefiziten nicht mit einem Ausgleich aus Haushaltsmitteln ihrer Kommunen und Kreise rechnen.

Kommunen und Kreise sind verpflichtet, die Krankenhausversorgung ihrer Bürgerinnen und Bürger sicherstellen. Das schließt unter Umständen auch den Ausgleich von Betriebskostendefiziten ein, so jedenfalls die unwidersprochene Argumentation im Blick auf Kliniken in öffentlicher Trägerschaft, die entsprechende Defizite aufweisen. Das muss dann aber auch für Kliniken in nicht-öffentlicher Trägerschaft gelten, die subsidiär die Aufgabe der Krankenhausversorgung der Bevölkerung übernommen haben und Kommunen und Kreisen den Betrieb eigener Kliniken ersparen. Im Blick auf die anhaltend angespannte Finanzierungssituation vor allem für kleinere und Kliniken in dünner besiedelten Regionen ist ein entsprechender Unterstützungsbedarf vielerorts gegeben.

Die aktuelle Praxis der Unterstützung öffentlicher Kliniken, auch wenn sie rechtlich zulässig ist, bedeutet für Kliniken in nicht-öffentlicher Trägerschaft einen erheblichen Wettbewerbsnachteil. Das gilt sowohl für solche, die innerhalb eines Kreises oder einer Kommune mit einer Klinik in öffentlicher Trägerschaft konkurrieren, als auch für Kliniken in benachbarten Kreisen und Kommunen. I. Ü. trägt die aktuelle Praxis der Unterstützung defizitärer öffentlicher Kliniken nicht dazu bei, unwirtschaftliche Strukturen und Prozesse zu verbessern, sondern verfestigt diese eher. Dadurch werden nicht nur wirtschaftlich arbeitende andere Kliniken benachteiligt, sondern auch öffentliche Mittel verschwendet. (NG)

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Die Krankenhauslandschaft wird sich verändern…

Berlin, 18. Januar 2016: Die Bürgerinnen und Bürger werden sich auf tiefgreifende Veränderungen in der Krankenhausversorgung einstellen müssen. Aber anders als Tageszeitungen und andere Informationsmedien durch Auflistungen unter dem Titel „Was sich im neuen Jahr alles ändert“ glauben machen, werden diese Veränderungen weder so klar benannt werden können noch sofort eintreten. Vielmehr werden mit dem Inkrafttreten des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) Veränderungsprozesse in Gang gesetzt, die durchweg nicht kurzfristig, wohl aber in überschaubarem zeitlichen Rahmen zu merkbaren Veränderungen, zu einer deutlichen Veränderung der Krankenhaus- und Versorgungslandlandschaft führen werden.

Die Medien haben v.a. publikumswirksam angekündigt, dass Krankenhäuser von jetzt an für gute Qualität besser vergütet, für schlechte Qualität aber mit Vergütungsabschlägen sanktioniert würden. Tatsächlich ist eine qualitätsabhängige Vergütung von Krankenhausleistungen jetzt zulässig und soll künftig für einzelne Leistungen auch realisiert werden. Die Regeln und Kriterien dafür sind aber noch gar nicht entwickelt. Ehe sie erstmals umgesetzt werden, werden noch einige Jahre vergehen. Und das gilt für viele weitere der mit dem KHSG auf den Weg gebrachten Änderungen.

Die Politik will die die Zahl der Krankenhausstandorte verringern und die Versorgung in größeren Kliniken als heute konzentrieren. Das dürfte sich vor allem in Ballungsgebieten auswirken. Eine Vielzahl von Leistungen wird ausschließlich in darauf spezialisierten Einrichtungen erbracht werden können. Kleinere Kliniken – vor allem in dünner besiedelten Regionen – werden keine Rundumversorgung, sondern nur noch eine auf deutlich weniger Leistungen konzentrierte Grundversorgung bieten. Die Verbundbildung unter den Kliniken wird zunehmen, und die Verbünde selbst werden deutlich größer sein als heute noch.

Der Zwang zur Kooperation wird dabei vor Trägergruppengrenzen nicht haltmachen und könnte die Anteile der öffentlichen, freigemeinnützigen und privaten Träger noch einmal deutlich verschieben. Wobei es den Bürgerinnen und Bürger nicht gleichgültig sein sollte, ob bzw. in welchem Maße die Krankenhausversorgung in Zukunft als unternehmerische Aktivität organisiert werden soll, die sich primär gemeinnützig am Gemeinwohl orientiert oder aber primär erwerbswirtschaftlichen und Anleger-Interessen dient.

Ob der „wind of change“ kirchlichen Krankenhäusern ins Gesicht oder in den Rücken bläst, wird davon abhängen, ob sie durch die Qualität ihrer Leistungen und die Wirtschaftlichkeit ihrer Leistungserbringung überzeugen können. Beides hängt nicht nur vom Willen und den Fähigkeiten ihres Managements und ihrer Beschäftigten ab, sondern auch von den Rahmenbedingungen, unter denen sie den ihnen von der Politik verordneten Wettbewerb bestehen müssen. Dafür sind neben dem Bundesgesetzgeber auch Länder und Kommunen bzw. Kreise verantwortlich. Es wird insofern mehr denn je darauf ankommen, auf allen Ebenen deutlich zu machen, was unsere Gesellschaft an ihren kirchlichen Krankenhäusern hat. (NG)

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Klinikreform mit nachhaltigen Folgen

Berlin, 27. November 2015: Mit der heutigen Verabschiedung des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) durch den Bundesrat kann die damit beabsichtigte Krankenhausstrukturreform auf den Weg gebracht werden. Man wird davon ausgehen können, dass sich im Zuge der Umsetzung des Gesetzes die Krankenhauslandschaft merkbar und dauerhaft verändern wird. Die angestrebte Konzentration und damit Reduktion von Klinikstandorten wird sich einstellen, nicht sofort, aber durchaus auf Sicht. Vermutlich werden vor allem die Vorgaben zu Ressourcen und Infrastruktur, die künftig vorzuhalten sind, um bestimmte Leistungen überhaupt erbringen zu dürfen, Wirkung zeigen. Aufgrund des unzureichenden Sicherstellungszuschlags einerseits und durch die Unterstützung des Strukturfonds andererseits dürfte die Bereitschaft von Trägern deutlich steigen, Kliniken nicht weiter zu betreiben, die nicht oder nur mit immer größerer Anstrengung rentabel zu führen sind.

Dass Kliniken aufgrund nachgewiesener schlechter Qualität aus der Versorgung ausscheiden, ist dagegen eher nicht zu erwarten. Politisch lässt sich eine perspektivisch als Folge von Qualitätsvorgaben zu erwartende steigende Zahl von Klinikschließungen zweifellos sowohl dem Parlament wie der Wählerschaft besser nahebringen als das Eingeständnis, Kliniken durch die Fortsetzung der anhaltenden programmatischen Unterfinanzierung und die kontinuierliche Erhöhung des daraus resultierenden Einspardrucks zur Aufgabe zu zwingen.

Auf eine Erhöhung dieses Drucks und eine Verschärfung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, unter denen die Krankenhäuser arbeiten müssen, war auch der ursprüngliche Entwurf des KHSG angelegt. Die entsprechenden Verschärfungen konnten durch den Protest der Krankenhäuser und ihrer Beschäftigten weitestgehend verhindert werden. Im Ergebnis werden die Mittel zur Finanzierung der Krankenhausleistungen sogar leicht erhöht. Das betrifft zum einen die bessere, damit aber noch keineswegs auskömmliche Finanzierung der ambulanten Notfallversorgung. Zum anderen werden gestiegene Personalkosten bei der Vereinbarung der für die Höhe der Leistungsvergütungen entscheidenden Landesbasisfallwerte künftig besser berücksichtigt und überhaupt über ein neues Pflegestellenförderprogramm Mittel zur Finanzierung zusätzlicher Stellen in der Pflege bereitgestellt. Eine nachhaltige Verbesserung der Personalausstattung in den Kliniken ist dadurch jedoch keineswegs gewährleistet. Zudem bleibt das Problem der unzureichenden Investitionsfinanzierung durch die Bundesländer ungelöst. Insofern besteht in finanzieller Hinsicht keinerlei Grund zur Euphorie. Es ist lediglich Schlimmeres für die Kliniken verhindert worden bzw. ihnen erspart geblieben.Die kirchlichen Kliniken werden sich auf härtere Zeiten einstellen müssen. Denn die künftigen Rahmenbedingungen werden viele von ihnen auf Grund ihrer Betriebsgröße und ihrer geografischen Lage vor steigende Herausforderungen stellen. Diese werden verstärkte Verbundbildung, Spezialisierung und Kooperation mit heutigen Konkurrenten im Blick auf eine abgestimmte Leistungserbringung erfordern. Essentiell aber wird eine hohe Leistungsqualität sein, die sich im Erreichen entsprechender Indikatoren und Sollwerte einerseits, durch entsprechende Bewertungen seitens der Patientinnen und Patienten andererseits niederschlagen muss. Im Interesse der Bürgerinnen und Bürger, der Patientinnen und Patienten einerseits, der Beschäftigten, der Träger und der Kostenträger andererseits wird es deshalb entscheidend darauf ankommen, auf welche Qualität künftig Wert gelegt werden wird und welche Indikatoren diese Qualität abbilden. (NG)

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Krankenhäuser fordern Entlastung!

Berlin, 24. September 2015: Die zunehmende und anhaltende schwierige wirtschaftliche Lage vieler Krankenhäuser führt bei vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu großen Unmut. Sie folgten der Einladung zur Demonstration ans Brandenburger Tor und wiederholten ihren Schlachtruf „Krankenhaus-Reform – SO NICHT! stellenweise minütlich lautstark in Richtung Bundestag. Die Krankenhaus-Reform liefert hierfür keine Lösung – das Gegenteil ist sogar der Fall – so verschärft das Gesetzesvorhaben die Situation in den Krankenhäusern vor Ort. Die wenigen Verbesserungen, die das Gesetzesvorhaben vorsehe, würden von unzähligen Verschlechterungen überschattet und das zu Lasten von Patienten, Mitarbeitenden aller Krankenhäuser. Der DEKV vertritt jedes zehnte deutsche Krankenhaus und fordert eine am Patientenwohl orientierte Krankenhausversorgung bedarf nicht nur eine Ausrichtung nach wirtschaftlichen Notwendigkeiten, sondern auch einer ethischen Dimension, die das politische und unternehmerische Handeln maßgeblich mitbestimmt.

Unter dem Motto „Krankenhaus-Reform – So nicht! protestierten zusätzlich hunderte Krankenhäuser vor Ort in Form einer aktiven Mittagspause gegen das Gesetzesvorhaben zusätzlich. Der mit der Gesundheitsreform verbundene zunehmende Rationalisierungsdrang von Politik und Kostenträger erhöht die Bürokratie und Dokumentationspflicht in den Krankenhäusern zusätzlich und streicht zugleich wichtige Versorgungs- und Pflegezeit für die Patientinnen und Patienten. Herr Reumann, Landrat des Landkreises Reutlingen und Präsident der Deutschen Krankenhaus Gesellschaft traf bereits nach wenigen Minuten den Nagel auf den Kopf: „Wo Hilfe drauf stehe, seien neue Lasten drin“. (SH)

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