Evangelische Krankenhäuser…

verstehende Kommunikation.

Evangelische Krankenhäuser…

respektvolle Lebensbegleitung.

Evangelische Krankenhäuser…

umfassende Zuwendung.

Evangelische Krankenhäuser…

zukunftssichere Versorgung.

Evangelische Krankenhäuser…

ganzheitlich Patienten orientiert.

Evangelische Krankenhäuser…

Seelsorge für ein würdiges Sterben.

Evangelische Krankenhäuser…

innovative Spitzenmedizin.

Evangelische Krankenhäuser…

wirtschaftliche Solidität.

Evangelische Krankenhäuser...

Qualität in Menschlichkeit und Medizin.

Evangelische Krankenhäuser…

starke Partner im Versorgungsnetzwerk.

Evangelische Krankenhäuser…

modernes Management.

Evangelische Krankenhäuser…

ausbildungsstark in Medizin und Pflege.

Evangelische Krankenhäuser…

engagiert und glaubensstark.

Evangelische Krankenhäuser…

christliche Nächstenliebe.

Evangelische Krankenhäuser...

werteorientiert und wettbewerbsstark.

Evangelische Krankenhäuser…

interprofessionelle Pflege.

 
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Losungstext:
HERR, sei unser Arm alle Morgen, ja unser Heil zur Zeit der Trübsal!
Jesaja 33,2
Lehrtext:
Dem, der überschwänglich tun kann über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt, dem sei Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus zu aller Zeit.
Epheser 3,20-21
 
 

Personaluntergrenzen – Patienten und Mitarbeitende sollen profitieren

Berlin, 8. Juni 2017. Nach Einschätzung von Fachexperten gibt es deutliche Zusammenhänge zwischen der Patientensicherheit und der Anzahl der eingesetzten Pflegekräfte in entsprechenden Bereichen der stationären Versorgung. Die personelle Besetzung korreliert darüber hinaus mit der Belastung des Personals und der Zufriedenheit mit der ausgeübten Tätigkeit. Für die Einführung von Personaluntergrenzen in sogenannten pflegesensitiven Krankenhausbereichen gibt es aus Sicht der Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die gerade einen entsprechenden Beschluss gefasst haben, also gute Gründe. Dass das zu ihrer Einhaltung erforderliche zusätzliche Personal auf dem Arbeitsmarkt zurzeit gar nicht zur Verfügung steht, sowie andere, gegen verpflichtende Vorgaben vorgebrachte Argumente wurden dabei als offenbar nicht gewichtig genug beurteilt. Aus Sicht des DEKV sollte die Einführung von Personaluntergrenzen in der stationären Krankenhausversorgung insbesondere vulnerablen Patientengruppen wie Menschen mit Behinderungen oder demenziellen Erkrankungen zugutekommen.

Die Spitzenorganisationen der Krankenhäuser und Krankenversicherungen, gemeinsam mit Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und Fachgesellschaften, müssen nun innerhalb eines Jahres, bis zum Sommer 2018, die in Frage kommenden pflegesensitiven Bereiche, die jeweiligen Personaluntergrenzen sowie die Rahmenbedingungen ihrer Umsetzung, Ausnahmetatbestände, Übergangsregelungen, Sanktionen für den Fall der Nichteinhaltung u. a. vereinbaren. Das ist anspruchsvoll und herausfordernd genug. Mindestens so wichtig, wenn nicht noch wichtiger aber wird sein, dafür zu sorgen, dass kurzfristig deutlich mehr Pflegefachkräfte zur Verfügung stehen als heute.

Verstärkte Ausbildungsaktivitäten, die schon aufgrund der demografischen Entwicklung und des steigenden Bedarfs an pflegerischer Versorgung unverzichtbar sind, werden erst mittelfristig greifen. Um dem aktuellen und – wenn nichts geschieht – sich verschärfenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wird man insbesondere versuchen müssen, Fachkräfte, die dem Pflegeberuf den Rücken gekehrt haben, weil sie ihn unter den gegebenen Arbeitsbedingungen nicht länger ausüben wollten, für einen Wiedereinstieg in den Beruf zu gewinnen. Optimisten sehen hier ein genügend großes Reservoir, um den mit der Einführung von Personaluntergrenzen verbundenen Herausforderungen begegnen zu können.

Wenn Politik, Kassen, Verbände und Klinikträger gemeinsame Sache machen würden mit dem Ziel, dauerhaft und verlässlich Arbeitsbedingungen zu schaffen, die es Pflegekräften – und Ärzten –  erlauben, Patienten entsprechend ihren professionellen und ethischen Standards zu versorgen, und die Option des Ausstiegs aus dem Beruf gar nicht erst nahelegen, sollte sich da doch etwas machen lassen. Dazu bedarf es nicht nur, aber auf jeden Fall auch einer verlässlichen und umfassenden Refinanzierung der Personalkosten, nicht nur der durch die Einführung von Untergrenzen verursachten zusätzlichen Kosten.

Die Einführung von Personaluntergrenzen ist ein deutliches Signal der Politik an Patienten und Beschäftigte. Dringend nötig sind ebenso deutliche Signale an die für die Betriebsführung der Kliniken Verantwortlichen, sie mit den darin begründeten Herausforderungen nicht allein zu lassen, sondern sie in die Lage zu versetzen, sie zu meistern. (ng)

CKiD-Stellungnahme zu Personaluntergrenzen in der Pflege

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Qualität neu definieren – christliche Krankenhausverbände positionieren sich zur Bundestagswahl

Berlin, 27.04.2017. Die Initiative „Christliche Krankenhäuser in Deutschland“ (CKiD) fordert eine entschlossene Ausrichtung der Krankenhauspolitik der kommenden Legislaturperiode auf Basis eines erweiterten Qualitätsverständnisses mit den Prioritäten Patienten, Personal und Gemeinwohl. Drängender Handlungsbedarf bestehe hinsichtlich der Neuregelung von Personaluntergrenzen und bei der flächendeckenden Notfallversorgung. Auch die Versorgung vulnerabler Patienten müsse verbessert werden, so der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) und der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd). Die Regelungen des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) reichten nicht aus, eine sowohl effektive als auch durch Menschlichkeit und Zuwendung geprägte Patientenversorgung sicherzustellen. Die CKiD stellen ihre Positionen im Rahmen eines Polit-Talks heute (Donnerstag) ab 17:30 Uhr in Berlin zur Diskussion. Auf dem Podium vertreten sind neben dem Vorsitzenden und stellvertretendem Vorsitzenden von DEKV und kkvd, Christoph Radbruch und Ingo Morell, Gesundheitspolitiker aller Bundestagsfraktionen sowie Vertreter aus Patientenorganisationen und dem Gemeinsamen Bundesausschuss.

„Wir setzen uns für ein neues Verständnis von Qualität in der Krankenhausbehandlung ein, das sich deutlich an patienten- und gemeinwohlbezogenen sowie professionsethischen Kriterien orientiert. Ein umfassender Qualitätsbegriff muss auch den einzelnen Patienten im Blick haben und sollte sich außerdem stärker an Indikatoren zur Messung der Lebensqualität wie beispielsweise die International Classification of Functioning (ICF) ausrichten“, sagt der DEKV-Vorsitzende Radbruch. Ein Umdenken sei insbesondere im Umgang mit demenzkranken oder geistig behinderten Patienten notwendig, da diese ein höheres Maß an Zeit und Aufmerksamkeit benötigten. Diese Leistungen seien durch das DRG-System nicht genügend abgedeckt und müssten zukünftig besser berücksichtigt werden, fordert Radbruch. Um die patientenorientierte Versorgung zu stärken, sei es zudem notwendig, ausreichend Pflegepersonal auszubilden. „Unverzichtbar hierfür ist  eine eigenständige, bundesweit geregelte zweijährige Assistenzausbildung, die den Erfordernissen am Arbeitsmarkt entspricht und attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten für die Absolventen eröffnet.“

kkvd-Vize Morell betont: „Die Politik ist in der kommenden Legislaturperiode gefordert, auf die reale Situation in der Versorgung zu schauen – mit allen regionalen Besonderheiten und personellen Engpässen etwa auf dem Arbeitsmarkt für Pflegekräfte. Wir sind hier zehn Jahre zu spät dran, um diese Fehlentwicklung nun ad hoc auszugleichen. Es gibt heute mehr multimorbide Patienten und dadurch bedingt höhere Anforderungen an die Pflegenden, wodurch das gegenwärtige Finanzierungssystem an seine Grenzen stößt. Wir fordern deshalb eine vorausschauende und realistische Planung und Refinanzierung, die den Krankenhäusern bei ihrer Aufgabe, eine zukunftsfeste Versorgung zu gestalten, hilft.“ Zum Thema Notfallversorgung sagt Morell: „Es muss endlich Schluss sein mit der sektoralen Abgrenzungsdiskussion, das bringt uns nicht weiter. Die Verantwortlichen in den Krankenhäusern vor Ort können sich diese Debatte gar nicht leisten, da sie in der Verantwortung für die Menschen, die versorgt werden müssen, stehen. Wir müssen stattdessen hinkommen zu einer sektoral übergreifenden Lösung mit einem übergreifendem Budget.“

In der laufenden Legislaturperiode haben die mehr als 600 konfessionellen Kliniken bundesweit bereits eigene Anstrengungen unternommen, um dem Strukturwandel in den Regionen, einer veränderten Altersstruktur der Bevölkerung und komplexeren Voraussetzungen in der Medizin zu begegnen: Bundesweit stellen 45 Kliniken in konfessioneller Trägerschaft mit jeweils einer Größe von mehr als 1 000 Betten in Verbundstrukturen wirksame Synergieeffekte her, indem sie Leistungen gebündelt anbieten. Um weiterhin eine humane und am Patienten orientierte Versorgung anbieten zu können, müssten die Rahmenbedingungen an vielen Stellen neu definiert werden, so die Forderung der CKiD an die Gesundheitspolitiker.

Gesprächspartner beim CKiD-Politik-Talk am 27. April 2017 um 17:30 Uhr in Berlin sind:

Ute Bertram, Mitglied des Deutschen Bundestags CDU/CSU-Fraktion
Thomas Isenberg, Gesundheitspolitischer Sprecher SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus
Maria Klein-Schmeink, Gesundheitspolitische Sprecherin Bündnis 90 / Die Grünen
Harald Weinberg, Sprecher Krankenhauspolitik und Gesundheitsökonomie DIE LINKE
Hedwig Francois-Kettner, Vorsitzende Aktionsbündnis Patientensicherheit
Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied Gemeinsamer Bundesausschuss

CKiD-Pressemitteilung vom 27.04.2017

Die Positionen der christlichen Krankenhäuser zur Bundestagswahl stehen auf der CKiD-Website bereit.

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Mindestmengen sind kein Qualitätsmerkmal

Berlin, 20.03.2017. Die Diskussion um Mindestmengen in der Krankenhausversorgung ist neu entflammt. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Veröffentlichung des AOK-Krankenhausreports 2017. Seitdem wird nachdrücklich gefordert, die bestehenden Mindestmengenregelungen auszuweiten und konsequenter anzuwenden. Es nützt aber niemandem und untergräbt die Qualitätsorientierung der Akteure generell, wenn diese für die Strukturbereinigung in der Krankenhauslandschaft missbraucht wird. Ob Kliniken bzw. einzelne Fachabteilungen zukünftig bestimmte Leistungen erbringen dürfen oder nicht, sollte nicht davon abhängen, wie oft sie diese Leistungen erbringen, sondern in welcher nachgewiesenen Qualität sie das tun.

Es liegt auf der Hand, dass z.B. bei komplizierten Operationen das Risiko, Fehler zu machen oder kritische Situationen herbeizuführen, mit der Erfahrung des Operateurs sinkt. Je häufiger jemand eine Operation durchgeführt hat, umso besser sollte er sie beherrschen. Das gilt analog auch für Kliniken oder Fachabteilungen. Tatsächlich lässt sich vielfach zeigen, dass z.B. Komplikationen seltener auftreten, wenn bestimmte Operationen in einer Abteilung häufig durchgeführt werden. Wer sich einer entsprechenden Operation unterziehen muss, sucht sich aber heute schon einen dafür ausgewiesenen Spezialisten oder eine Spezialistin bzw. wählt normalerweise eine entsprechend spezialisierte Klinik.

Die Diskussion um Mindestmengen wird aber nicht nur im Blick auf besonders aufwändige und komplizierte Operationen geführt. Es geht auch darum, relativ häufige Operationen auf weniger Kliniken als heute zu konzentrieren. Dabei geht es z.B. um Hüft-Endoprothesen, Schilddrüsenoperationen, Erstoperationen bei Brustkrebs. Hier liegt der Zusammenhang von Qualität und Menge nicht so ohne weiteres auf der Hand. Teilweise zeigen die verfügbaren Daten jedoch, dass jedenfalls Kliniken mit sehr kleinen Fallzahlen Probleme haben, z.B. die von der jeweiligen wissenschaftlichen Fachgesellschaft empfohlenen struktur- und prozessbezogenen Standards, etwa hinsichtlich der Sicherung der Diagnose, einzuhalten.

Um es deutlich zu sagen: Mindestmengen sind kein Qualitätsmerkmal und bilden keine Qualität ab. Sie garantieren auch keine Qualität. Sie stellen vielmehr eine Rahmenbedingung dar, unter der bestimmte messbare Risiken in Verbindung mit einer konkreten Behandlung begrenzt werden können. Gleichzeitig steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass das Behandlungsergebnis bestimmten Anforderungen hinsichtlich guter Qualität entspricht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. (NG)

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Pflegeberufereform: Noch ist es nicht zu spät

Berlin, 26.01.2017. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Sehr viel Zeit ins Land gegangen ist mittlerweile für die Reform der Pflegeberufe. Seit Monaten ringt die Koalition um das geplante Gesetz, und die angedachten Kompromisse überzeugen nicht. Wenn die Reform der Pflegeberufe aber zu spät kommt oder gar scheitert, werden allerdings die Falschen bestraft. Denn die Leidtragenden werden vor allem die Pflegekräfte selbst und die Patientinnen und Patienten im Krankenhaus sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Altenpflege-einrichtungen sein. Der DEKV engagiert sich daher weiterhin für die Zukunft der Pflege, für ein Mehr an Attraktivität und beruflicher Perspektive und fordert die Politik auf, das Pflegeberufereformgesetz jetzt umzusetzen.

Gemeinsam mit dem Katholischen Krankenhausverband Deutschlands, der Diakonie Deutschland und dem Deutschen Caritasverband setzt sich der DEKV an vorderster Front für die Reform der Pflegeberufe ein: für eine generalistische Ausbildung, in der die Bereiche der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammengelegt werden, um den Pflegeberuf zukunftsfähig zu gestalten und eine EU-weite Anerkennung zu garantieren. Für klare und praxistaugliche Ausbildungsziele, die eine hohe Qualität in der Pflege gewährleisten und damit sowohl den Pflegekräften dienen als auch den Menschen, die ihnen anvertraut sind. Und für geeignete Weiterbildungsmaßnahmen, um sich für hoch spezialisierte Bedarfe zu qualifizieren. Nur mit einer mutigen Reform wird es gelingen, den Pflegeberuf dauerhaft attraktiver zu gestalten.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland ist aktuellen Erhebungen zufolge auf knapp drei Millionen im Jahr 2015 angestiegen und wird, bedingt durch den demografischen Wandel, noch weiter zunehmen. Es liegt auf der Hand, dass wir zukünftig mehr Fachkräfte benötigen – und diese Fachkräfte brauchen generalistische Pflegekompetenzen. Wenn immer mehr ältere, multimorbide oder demenzkranke Patientinnen und Patienten in Kliniken versorgt werden, können Krankenpflegerinnen und –pfleger besser arbeiten, wenn sie auch Kompetenzen im Bereich der Altenpflege haben. Viele dieser Patientinnen und Patienten müssen, nach immer kürzeren Verweildauern in den Krankenhäusern, im Pflegeheim anschließend noch krankenpflegerisch betreut werden. Dann ist die reine Altenpflege-Kompetenz dort ebenfalls ab einem gewissen Punkt nicht mehr ausreichend, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Unzählige Fakten belegen die dringende Notwendigkeit einer konsequenten, weitreichenden Pflegeberufereform, die eine generalistische Ausbildung vorsieht und damit für Interessenten und Berufsanfänger aussichtsreiche Perspektiven ermöglicht. Diese Reform kann noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg gebracht werden. Im Interesse der Nachwuchskräfte in der Pflege und der zukünftig Pflegebedürftigen sollte sie nicht zu spät kommen.

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Pflege braucht Zukunftskompetenzen

Berlin, 23. November 2016: Wenn nicht jetzt – wann dann? Schon viel zu lange steht die Reform der Pflegeausbildung im Raum, mit der die Zukunft des Berufsfelds und die Qualität der pflegerischen Versorgung gesichert werden sollen. Die mit dem Pflegeberufereformgesetz geplante Einführung der generalistischen Pflegeausbildung und eines akademischen Ausbildungszweigs ist ein großer Schritt. Wer die Pflege in Deutschland zukunftsfähig gestalten will, muss ihn wagen, damit der Pflegeberuf für Nachwuchskräfte attraktiver wird. Zudem sind angesichts des demografischen Wandels generalistische Pflegekompetenzen wichtiger denn je. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, bedarf es heute zudem eines gestuften Ausbildungsmodells mit hoher Durchlässigkeit und einer EU-weiten Anerkennung. Das ist ohne die Reform jedoch kaum möglich.

Doch die Verabschiedung des Gesetzes wird blockiert. Ausschlaggebend sind offensichtlich nicht fachliche Gründe oder Qualitätsaspekte, sondern massive wirtschaftliche Interessen vor allem privater Einrichtungsträger in der Altenhilfe. Pflegefachkräfte in Einrichtungen der Altenhilfe werden vielerorts niedriger entlohnt als Pflegende im Krankenhaus. Vor allem nicht tarifgebundene private Träger zahlen hier deutlich geringere Vergütungen, als sie die einschlägigen Tarife, etwa von Diakonie und Caritas, vorsehen. Die Einführung der Generalistik würde zu prinzipiell gleichen Vergütungen für Pflegefachkräfte führen, unabhängig davon, ob sie im Bereich der Altenhilfe oder im Krankenhaus arbeiten. Um künftig genügend Personal zu bekommen, müssten die privaten Altenhilfeträger ihre Beschäftigten deutlich besser vergüten. - Die generalistische Ausbildungsreform würde der Altenpflege endlich die lang verdiente Aufwertung und eine EU-weite Anerkennung des Berufs bringen. Damit würde gerade eine Tätigkeit in der Altenpflege zukünftig an Attraktivität gewinnen und so dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Insbesondere für die Altenhilfe wäre ein Scheitern der Reform also besonders nachteilig.

Bedenken, die von Seiten der Kinderkrankenpflege hinsichtlich eines befürchteten Kompetenzverlustes zum Ende der generalistischen im Vergleich zur bisherigen spezialisierten Ausbildung geäußert werden, sind auf den ersten Blick verständlich, aber bei genauerem Hinschauen größtenteils unbegründet. Der komplexe Bereich der Kinderkrankenpflege bspw. im Bereich der Neonatologie erfordert auch unter den bisherigen Rahmenbedingungen eine intensive Fort- und Weiterbildung.

Von den Gegnern des Gesetzentwurfs werden Modelle im Sinne einer „integrativen Ausbildung“ vorgeschlagen, in der die jungen Menschen zwei Jahre generalistisch und ein Jahr spezifisch für die Kranken-, Alten- oder Kinderkrankenpflege ausgebildet werden. Eine solche Lösung wird von den Berufsverbänden jedoch einhellig abgelehnt. Sie würde aufgrund der notwendigen Umstrukturierungen viel Geld kosten, aber keine Vorteile bringen. Die drei getrennten Berufsabschlüsse blieben bestehen, was die Karrierechancen der Pflegenden erschweren und auch die EU-weite Anerkennung unmöglich machen würde.

Um dem Pflegberuf attraktiv und zukunftsfähig aufzustellen bedarf es heute einer politischen Kraftanstrengung und des Konsenses für den Entwurf des Pflegeberufegesetzes – dazu gibt es keine gleichwertige Alternative.

CKiD Stellungnahme zum Pflegeberufegesetz 

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Investitionsfinanzierung: Ein bisschen mehr ist nicht genug

Berlin, 1. September 2016. Krankenhäuser wollen Patientinnen und Patienten qualitativ hochwertig behandeln – doch sie sind teilweise selbst zum Patienten geworden. Ihre Leistungsfähigkeit krankt immer wieder an dem immensen Investitionsstau, der durch die unzureichende Finanzierung von Gebäuden und Ausstattung seitens der Bundesländer entstanden ist. Das Ausmaß dieses Investitionsstaus haben die niedersächsischen Kliniken vor Kurzem in einer Protestaktion in Hannover deutlich gemacht. 180 ausrangierte leere Krankenhaus-Betten wurden vor dem Neuen Rathaus platziert und sendeten ein vorwurfsvolles Signal in Richtung der Politik: Wer erkrankten Menschen helfen will, braucht die dafür notwendige Ausstattung. Doch die dafür notwendigen Mittel werden den Kliniken vorenthalten.

Selbst die Verantwortlichen in den Länderministerien streiten nicht ab, dass die Bundesländer ihrem gesetzlichen Auftrag, die Investitionen der Krankenhäuser zu finanzieren, seit Jahren nicht ausreichend nachkommen. Deshalb müssen notwendige Baumaßnahmen und Anschaffungen aufgeschoben werden. Leidtragende sind zum einen die Krankenhäuser und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum anderen aber die Patientinnen und Patienten. Bedingt durch den demografischen Wandel wird zukünftig die Zahl der multimorbiden Menschen steigen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Umso wichtiger ist es, dass Kliniken hinsichtlich baulicher und technischer Infrastruktur sowie einer modernen und sicheren Datenkommunikation zukunftsfähig aufgestellt sind.

Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft hat ausgerechnet, dass das Land jährlich nur knapp die Hälfte der notwendigen Investitionen finanziert. In den meisten anderen Bundesländern ist die Situation vergleichbar. Mit den angekündigten Erhöhungen der Investitionsfinanzierung seitens einiger Landesregierungen wie z. B. in Rheinland-Pfalz oder Sachsen-Anhalt werden nur kleine Pflaster auf die viel zu große Wunde geklebt, die der enorme und lange andauernde Investitionsstau bei den Krankenhäusern in Deutschland verursacht hat. Auch einmalige hohe Zuschüsse, wie z. B. jetzt in Niedersachsen angekündigt, sind angesichts der bundesweit bestehenden jährlichen Förderlücke von fast vier Milliarden Euro leider keine nachhaltige Lösung.

Um eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung jetzt und auch in Zukunft zu gewährleisten, ist zweierlei notwendig: Zum einen muss der bestehende Investitionsstau endlich vollständig abgebaut werden. Zum anderen müssen die Bundesländer zukünftig nachhaltig ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommen, den Erhalt sowie die Ausstattung ihrer Kliniken auskömmlich zu finanzieren. Dabei dürfen nicht einzelne Einrichtungen oder Träger bevorzugt werden. Nur die kontinuierliche, verlässliche Finanzierung der Kliniken aller Träger kann flächendeckend eine hochwertige Patientenversorgung sichern.

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Pflegeberufe und psychiatrische Versorgung haben keine Sommerpause

Berlin, 10. August 2016. In den kommenden Monaten werden die Weichen für die Zukunft der Pflegeberufe und der Versorgung psychisch kranker Menschen gestellt: Mit großer Spannung beobachten die evangelischen Krankenhäuser in Deutschland die Gesetzesvorhaben zur Pflegeberufereform und zur psychiatrischen Versorgung. Die geplanten Reformen haben große Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Krankenhausträger, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen – und auf die Qualität der Patientenversorgung. Es liegt nun in der Hand des Gesetzgebers, unter welchen Bedingungen Pflegekräfte zukünftig arbeiten können und wie sich die Versorgung psychisch erkrankter Menschen gestalten wird. Wir machen uns stark für eine attraktive Zukunft des Pflegeberufs sowie eine vollumfängliche Refinanzierung tarifbedingter Personalkosten.

Für das geplante „Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen“ (PsychVVG) liegt seit dem 3. August 2016 der Kabinettsentwurf vor. Darin finden sich im Vergleich zum Referentenentwurf schon einige positive Ergänzungen, die es den Kliniken erleichtern, psychisch kranke Patientinnen und Patienten optimal zu versorgen. So hat das Kabinett u. a. die Optionsphase der Anwendung des Psych-Entgeltsystems um ein weiteres Jahr verlängert. Bislang bleibt aber offen, ob auch tarifbedingte Personalkosten vollständig refinanziert werden. Diese Finanzierung muss gesichert werden, denn sie ist die Basis dafür, dass Kliniken die verbindlichen Mindestvorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses umsetzen können.

Allerdings dürfen Mindestvorgaben für die Personalausstattung keinesfalls als Obergrenzen interpretiert werden. Denn für evangelische Krankenhäuser ist es wichtig, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genügend Zeit finden, um psychisch Erkrankte optimal versorgen zu können. Um den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten gerecht zu werden, sollte die Umsetzung der Mindestvorgaben außerdem in jeder Einrichtung hausindividuell gestaltet werden können. Nicht zuletzt hängt diese Umsetzung auch von der Frage ab, ob überhaupt genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Die im Gesetzentwurf anvisierte Ausweitung stationsäquivalenter Behandlungsformen darf aus unserer Sicht nicht zu einem Abbau stationärer Kapazitäten in den Einrichtungen führen. Abgebaut werden sollten vielmehr unnötige bürokratische Prozesse, damit Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte in den Krankenhäusern möglichst viel Zeit in die Versorgung der Patientinnen und Patienten investieren können.  

Die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) haben zum Kabinettsbeschluss in einer gemeinsamen Pressemitteilung Stellung bezogen. Diese steht unter dem folgenden Link zum Download bereit.

CKiD-Pressemitteilung zum Kabinettsbeschluss des PsychVVG

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Patienten erwarten hochwertige Versorgung in jedem Krankenhaus

Berlin, 20. Juli 2016. Patienten in Deutschland erwarten im Fall eines Krankenhausaufenthaltes eine qualitativ hochwertige Versorgung in jeder Klinik, unabhängig von ihrer Trägerschaft. Es ist das Anliegen aller Kliniken, diesem Anspruch gerecht zu werden. Dafür benötigen sie eine ausreichende Vergütung ihrer Leistungen und Finanzierung ihrer Investitionen. Doch diese ist nicht in jedem Fall gewährleistet. Die in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause erhobene Forderung des Bundesrates an die Bundesregierung nach zusätzlichen Finanzmitteln für Universitätskliniken und Krankenhäuser der Maximalversorgung erzeugt ein unzutreffendes Bild. Denn die Problematik, dass bestimmte Leistungen durch das aktuelle Krankenhaus-Entgeltsystem nicht auskömmlich vergütet werden, stellt sich nicht nur für Universitätskliniken, sondern auch für Kliniken freigemeinnütziger und anderer Träger.

Grund für die finanziellen Probleme der Kliniken ist die pauschalierte Vergütung ihrer Leistungen. Pauschalen decken jedoch nur die durchschnittlichen Kosten einer bestimmten Behandlung oder Krankenhausleistung. Seltene, hoch aufwändige, aber auch grundsätzlich personalintensive Leistungen verursachen aber vielfach überdurchschnittliche Kosten, und zwar in Kliniken jeder Größenordnung und Versorgungsstufe. Spezielle Diagnose- und Behandlungsmethoden, die eine aufwändige Ausstattung voraussetzen und entsprechende Kosten verursachen, werden keineswegs nur in Hochschulkliniken, sondern z. B. auch in zahlreichen evangelischen Krankenhäusern angeboten. Spitzenmedizin ist weder ein Monopol nur einer Klinikgruppe - und  auch nicht in erster Linie eine Kostenfrage.

Was die Bezahlung ihrer Leistungen angeht, sitzen alle Kliniken in einem Boot. Das aktuelle DRG-Fallpauschalensystem wird beständig mit dem Ziel weiter entwickelt, eine sachgerechte Vergütung zu ermöglichen. Gerade das jüngste Gesetzgebungsverfahren zum Krankenhausstrukturgesetz treibt diese Entwicklung noch einmal besonders voran. Eine Gruppe von Kliniken hier zu bevorzugen, bedeutet alle anderen schlechter zu stellen. Das kann nicht im Sinne der Patientinnen und Patienten sein.

Darüber hinaus hat die Forderung des Bundesrates nach zusätzlichen Mitteln für die Universitätskliniken einen schalen Beigeschmack, denn: Die Finanzierung der notwendigen Investitionen aller Kliniken, unabhängig von ihrer Trägerschaft, ist Aufgabe der Bundesländer. Dieser Verpflichtung aber kommen sie seit Jahren nicht ausreichend nach, was in zahlreichen Einrichtungen zu einem dramatischen Investitionsstau führt. Die jährliche Förderlücke aller Kliniken in Deutschland beträgt zurzeit fast vier Milliarden Euro. Daraus erwächst ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die Qualität in der Patientenversorgung. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als fragwürdig, warum die Bundesländer für die von ihnen betriebenen Universitätskliniken zusätzliche Mittel vom Bund einfordern, während die Investitionskosten vieler Krankenhäuser in ihrem Verantwortungsbereich weiter ungedeckt sind. Die Orientierung am Patientenwohl gilt in allen Regionen Deutschlands gleichermaßen als Maßstab für die medizinische Versorgung. Umso wichtiger ist es, im Bereich der Finanzierung nicht nur einseitig die Interessen einer bestimmten Sparte der Krankenhauslandschaft zu bedienen.  

Evangelische Krankenhäuser behandeln jährlich mehr als 1,8 Millionen Patienten stationär. Rund 2,5 Millionen Menschen werden ambulant versorgt. Im Sinne einer hohen Qualität der medizinischen und pflegerischen Leistungen engagiert sich der DEKV dafür, dass evangelische und andere freigemeinnützige Kliniken unter den gleichen Voraussetzungen arbeiten können wie Einrichtungen öffentlicher Träger. Es ist die Aufgabe des Gesetzgebers, einer Ungleichbehandlung der verschiedenen Träger und der daraus folgenden Wettbewerbsverzerrung entgegenzuwirken, um für die Patientinnen und Patienten eine flächendeckend hochwertige Versorgung zu gewährleisten.

Die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) haben zur Forderung des Bundesrates in einer gemeinsamen Pressemitteilung Stellung bezogen. Diese steht unter dem folgenden Link zum Download bereit.

CKiD-Pressemitteilung zur Bundesratsinitiative

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Evangelische Krankenhäuser in Deutschland:





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