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Seelsorge für ein würdiges Sterben.

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engagiert und glaubensstark.

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Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Losungstext:
Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du ruhen.
2.Mose 34,21
Lehrtext:
Christus hat für euch bezahlt und euch freigekauft, sodass ihr jetzt ihm gehört. Darum macht euch nicht zu Sklaven menschlicher Maßstäbe!
1.Korinther 7,23
 
 

Pflege braucht Zukunftskompetenzen

Berlin, 23. November 2016: Wenn nicht jetzt – wann dann? Schon viel zu lange steht die Reform der Pflegeausbildung im Raum, mit der die Zukunft des Berufsfelds und die Qualität der pflegerischen Versorgung gesichert werden sollen. Die mit dem Pflegeberufereformgesetz geplante Einführung der generalistischen Pflegeausbildung und eines akademischen Ausbildungszweigs ist ein großer Schritt. Wer die Pflege in Deutschland zukunftsfähig gestalten will, muss ihn wagen, damit der Pflegeberuf für Nachwuchskräfte attraktiver wird. Zudem sind angesichts des demografischen Wandels generalistische Pflegekompetenzen wichtiger denn je. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, bedarf es heute zudem eines gestuften Ausbildungsmodells mit hoher Durchlässigkeit und einer EU-weiten Anerkennung. Das ist ohne die Reform jedoch kaum möglich.

Doch die Verabschiedung des Gesetzes wird blockiert. Ausschlaggebend sind offensichtlich nicht fachliche Gründe oder Qualitätsaspekte, sondern massive wirtschaftliche Interessen vor allem privater Einrichtungsträger in der Altenhilfe. Pflegefachkräfte in Einrichtungen der Altenhilfe werden vielerorts niedriger entlohnt als Pflegende im Krankenhaus. Vor allem nicht tarifgebundene private Träger zahlen hier deutlich geringere Vergütungen, als sie die einschlägigen Tarife, etwa von Diakonie und Caritas, vorsehen. Die Einführung der Generalistik würde zu prinzipiell gleichen Vergütungen für Pflegefachkräfte führen, unabhängig davon, ob sie im Bereich der Altenhilfe oder im Krankenhaus arbeiten. Um künftig genügend Personal zu bekommen, müssten die privaten Altenhilfeträger ihre Beschäftigten deutlich besser vergüten. - Die generalistische Ausbildungsreform würde der Altenpflege endlich die lang verdiente Aufwertung und eine EU-weite Anerkennung des Berufs bringen. Damit würde gerade eine Tätigkeit in der Altenpflege zukünftig an Attraktivität gewinnen und so dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Insbesondere für die Altenhilfe wäre ein Scheitern der Reform also besonders nachteilig.

Bedenken, die von Seiten der Kinderkrankenpflege hinsichtlich eines befürchteten Kompetenzverlustes zum Ende der generalistischen im Vergleich zur bisherigen spezialisierten Ausbildung geäußert werden, sind auf den ersten Blick verständlich, aber bei genauerem Hinschauen größtenteils unbegründet. Der komplexe Bereich der Kinderkrankenpflege bspw. im Bereich der Neonatologie erfordert auch unter den bisherigen Rahmenbedingungen eine intensive Fort- und Weiterbildung.

Von den Gegnern des Gesetzentwurfs werden Modelle im Sinne einer „integrativen Ausbildung“ vorgeschlagen, in der die jungen Menschen zwei Jahre generalistisch und ein Jahr spezifisch für die Kranken-, Alten- oder Kinderkrankenpflege ausgebildet werden. Eine solche Lösung wird von den Berufsverbänden jedoch einhellig abgelehnt. Sie würde aufgrund der notwendigen Umstrukturierungen viel Geld kosten, aber keine Vorteile bringen. Die drei getrennten Berufsabschlüsse blieben bestehen, was die Karrierechancen der Pflegenden erschweren und auch die EU-weite Anerkennung unmöglich machen würde.

Um dem Pflegberuf attraktiv und zukunftsfähig aufzustellen bedarf es heute einer politischen Kraftanstrengung und des Konsenses für den Entwurf des Pflegeberufegesetzes – dazu gibt es keine gleichwertige Alternative.

CKiD Stellungnahme zum Pflegeberufegesetz 

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Investitionsfinanzierung: Ein bisschen mehr ist nicht genug

Berlin, 1. September 2016. Krankenhäuser wollen Patientinnen und Patienten qualitativ hochwertig behandeln – doch sie sind teilweise selbst zum Patienten geworden. Ihre Leistungsfähigkeit krankt immer wieder an dem immensen Investitionsstau, der durch die unzureichende Finanzierung von Gebäuden und Ausstattung seitens der Bundesländer entstanden ist. Das Ausmaß dieses Investitionsstaus haben die niedersächsischen Kliniken vor Kurzem in einer Protestaktion in Hannover deutlich gemacht. 180 ausrangierte leere Krankenhaus-Betten wurden vor dem Neuen Rathaus platziert und sendeten ein vorwurfsvolles Signal in Richtung der Politik: Wer erkrankten Menschen helfen will, braucht die dafür notwendige Ausstattung. Doch die dafür notwendigen Mittel werden den Kliniken vorenthalten.

Selbst die Verantwortlichen in den Länderministerien streiten nicht ab, dass die Bundesländer ihrem gesetzlichen Auftrag, die Investitionen der Krankenhäuser zu finanzieren, seit Jahren nicht ausreichend nachkommen. Deshalb müssen notwendige Baumaßnahmen und Anschaffungen aufgeschoben werden. Leidtragende sind zum einen die Krankenhäuser und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zum anderen aber die Patientinnen und Patienten. Bedingt durch den demografischen Wandel wird zukünftig die Zahl der multimorbiden Menschen steigen, die im Krankenhaus behandelt werden müssen. Umso wichtiger ist es, dass Kliniken hinsichtlich baulicher und technischer Infrastruktur sowie einer modernen und sicheren Datenkommunikation zukunftsfähig aufgestellt sind.

Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft hat ausgerechnet, dass das Land jährlich nur knapp die Hälfte der notwendigen Investitionen finanziert. In den meisten anderen Bundesländern ist die Situation vergleichbar. Mit den angekündigten Erhöhungen der Investitionsfinanzierung seitens einiger Landesregierungen wie z. B. in Rheinland-Pfalz oder Sachsen-Anhalt werden nur kleine Pflaster auf die viel zu große Wunde geklebt, die der enorme und lange andauernde Investitionsstau bei den Krankenhäusern in Deutschland verursacht hat. Auch einmalige hohe Zuschüsse, wie z. B. jetzt in Niedersachsen angekündigt, sind angesichts der bundesweit bestehenden jährlichen Förderlücke von fast vier Milliarden Euro leider keine nachhaltige Lösung.

Um eine qualitativ hochwertige Patientenversorgung jetzt und auch in Zukunft zu gewährleisten, ist zweierlei notwendig: Zum einen muss der bestehende Investitionsstau endlich vollständig abgebaut werden. Zum anderen müssen die Bundesländer zukünftig nachhaltig ihrer gesetzlichen Verpflichtung nachkommen, den Erhalt sowie die Ausstattung ihrer Kliniken auskömmlich zu finanzieren. Dabei dürfen nicht einzelne Einrichtungen oder Träger bevorzugt werden. Nur die kontinuierliche, verlässliche Finanzierung der Kliniken aller Träger kann flächendeckend eine hochwertige Patientenversorgung sichern.

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Pflegeberufe und psychiatrische Versorgung haben keine Sommerpause

Berlin, 10. August 2016. In den kommenden Monaten werden die Weichen für die Zukunft der Pflegeberufe und der Versorgung psychisch kranker Menschen gestellt: Mit großer Spannung beobachten die evangelischen Krankenhäuser in Deutschland die Gesetzesvorhaben zur Pflegeberufereform und zur psychiatrischen Versorgung. Die geplanten Reformen haben große Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit der Krankenhausträger, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Einrichtungen – und auf die Qualität der Patientenversorgung. Es liegt nun in der Hand des Gesetzgebers, unter welchen Bedingungen Pflegekräfte zukünftig arbeiten können und wie sich die Versorgung psychisch erkrankter Menschen gestalten wird. Wir machen uns stark für eine attraktive Zukunft des Pflegeberufs sowie eine vollumfängliche Refinanzierung tarifbedingter Personalkosten.

Für das geplante „Gesetz zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen“ (PsychVVG) liegt seit dem 3. August 2016 der Kabinettsentwurf vor. Darin finden sich im Vergleich zum Referentenentwurf schon einige positive Ergänzungen, die es den Kliniken erleichtern, psychisch kranke Patientinnen und Patienten optimal zu versorgen. So hat das Kabinett u. a. die Optionsphase der Anwendung des Psych-Entgeltsystems um ein weiteres Jahr verlängert. Bislang bleibt aber offen, ob auch tarifbedingte Personalkosten vollständig refinanziert werden. Diese Finanzierung muss gesichert werden, denn sie ist die Basis dafür, dass Kliniken die verbindlichen Mindestvorgaben des Gemeinsamen Bundesausschusses umsetzen können.

Allerdings dürfen Mindestvorgaben für die Personalausstattung keinesfalls als Obergrenzen interpretiert werden. Denn für evangelische Krankenhäuser ist es wichtig, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter genügend Zeit finden, um psychisch Erkrankte optimal versorgen zu können. Um den jeweiligen örtlichen Gegebenheiten gerecht zu werden, sollte die Umsetzung der Mindestvorgaben außerdem in jeder Einrichtung hausindividuell gestaltet werden können. Nicht zuletzt hängt diese Umsetzung auch von der Frage ab, ob überhaupt genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Die im Gesetzentwurf anvisierte Ausweitung stationsäquivalenter Behandlungsformen darf aus unserer Sicht nicht zu einem Abbau stationärer Kapazitäten in den Einrichtungen führen. Abgebaut werden sollten vielmehr unnötige bürokratische Prozesse, damit Ärztinnen, Ärzte und Pflegekräfte in den Krankenhäusern möglichst viel Zeit in die Versorgung der Patientinnen und Patienten investieren können.  

Die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) haben zum Kabinettsbeschluss in einer gemeinsamen Pressemitteilung Stellung bezogen. Diese steht unter dem folgenden Link zum Download bereit.

CKiD-Pressemitteilung zum Kabinettsbeschluss des PsychVVG

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Patienten erwarten hochwertige Versorgung in jedem Krankenhaus

Berlin, 20. Juli 2016. Patienten in Deutschland erwarten im Fall eines Krankenhausaufenthaltes eine qualitativ hochwertige Versorgung in jeder Klinik, unabhängig von ihrer Trägerschaft. Es ist das Anliegen aller Kliniken, diesem Anspruch gerecht zu werden. Dafür benötigen sie eine ausreichende Vergütung ihrer Leistungen und Finanzierung ihrer Investitionen. Doch diese ist nicht in jedem Fall gewährleistet. Die in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause erhobene Forderung des Bundesrates an die Bundesregierung nach zusätzlichen Finanzmitteln für Universitätskliniken und Krankenhäuser der Maximalversorgung erzeugt ein unzutreffendes Bild. Denn die Problematik, dass bestimmte Leistungen durch das aktuelle Krankenhaus-Entgeltsystem nicht auskömmlich vergütet werden, stellt sich nicht nur für Universitätskliniken, sondern auch für Kliniken freigemeinnütziger und anderer Träger.

Grund für die finanziellen Probleme der Kliniken ist die pauschalierte Vergütung ihrer Leistungen. Pauschalen decken jedoch nur die durchschnittlichen Kosten einer bestimmten Behandlung oder Krankenhausleistung. Seltene, hoch aufwändige, aber auch grundsätzlich personalintensive Leistungen verursachen aber vielfach überdurchschnittliche Kosten, und zwar in Kliniken jeder Größenordnung und Versorgungsstufe. Spezielle Diagnose- und Behandlungsmethoden, die eine aufwändige Ausstattung voraussetzen und entsprechende Kosten verursachen, werden keineswegs nur in Hochschulkliniken, sondern z. B. auch in zahlreichen evangelischen Krankenhäusern angeboten. Spitzenmedizin ist weder ein Monopol nur einer Klinikgruppe - und  auch nicht in erster Linie eine Kostenfrage.

Was die Bezahlung ihrer Leistungen angeht, sitzen alle Kliniken in einem Boot. Das aktuelle DRG-Fallpauschalensystem wird beständig mit dem Ziel weiter entwickelt, eine sachgerechte Vergütung zu ermöglichen. Gerade das jüngste Gesetzgebungsverfahren zum Krankenhausstrukturgesetz treibt diese Entwicklung noch einmal besonders voran. Eine Gruppe von Kliniken hier zu bevorzugen, bedeutet alle anderen schlechter zu stellen. Das kann nicht im Sinne der Patientinnen und Patienten sein.

Darüber hinaus hat die Forderung des Bundesrates nach zusätzlichen Mitteln für die Universitätskliniken einen schalen Beigeschmack, denn: Die Finanzierung der notwendigen Investitionen aller Kliniken, unabhängig von ihrer Trägerschaft, ist Aufgabe der Bundesländer. Dieser Verpflichtung aber kommen sie seit Jahren nicht ausreichend nach, was in zahlreichen Einrichtungen zu einem dramatischen Investitionsstau führt. Die jährliche Förderlücke aller Kliniken in Deutschland beträgt zurzeit fast vier Milliarden Euro. Daraus erwächst ein nicht zu unterschätzendes Risiko für die Qualität in der Patientenversorgung. Vor diesem Hintergrund ist es mehr als fragwürdig, warum die Bundesländer für die von ihnen betriebenen Universitätskliniken zusätzliche Mittel vom Bund einfordern, während die Investitionskosten vieler Krankenhäuser in ihrem Verantwortungsbereich weiter ungedeckt sind. Die Orientierung am Patientenwohl gilt in allen Regionen Deutschlands gleichermaßen als Maßstab für die medizinische Versorgung. Umso wichtiger ist es, im Bereich der Finanzierung nicht nur einseitig die Interessen einer bestimmten Sparte der Krankenhauslandschaft zu bedienen.  

Evangelische Krankenhäuser behandeln jährlich mehr als 1,8 Millionen Patienten stationär. Rund 2,5 Millionen Menschen werden ambulant versorgt. Im Sinne einer hohen Qualität der medizinischen und pflegerischen Leistungen engagiert sich der DEKV dafür, dass evangelische und andere freigemeinnützige Kliniken unter den gleichen Voraussetzungen arbeiten können wie Einrichtungen öffentlicher Träger. Es ist die Aufgabe des Gesetzgebers, einer Ungleichbehandlung der verschiedenen Träger und der daraus folgenden Wettbewerbsverzerrung entgegenzuwirken, um für die Patientinnen und Patienten eine flächendeckend hochwertige Versorgung zu gewährleisten.

Die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) haben zur Forderung des Bundesrates in einer gemeinsamen Pressemitteilung Stellung bezogen. Diese steht unter dem folgenden Link zum Download bereit.

CKiD-Pressemitteilung zur Bundesratsinitiative

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Menschen mit psychischen Erkrankungen brauchen optimale Behandlung

Berlin, 17. Juni 2016. Patienten mit psychischen oder psychosomatischen Erkrankungen benötigen oftmals eine besonders individuelle Behandlung. Kein Patient gleicht dem anderen – was für körperliche Beschwerden gilt, wird erst recht im Bereich der psychischen Erkrankungen relevant. Für die evangelischen Krankenhäuser in Deutschland ist die optimale Versorgung vulnerabler Patientengruppen, dazu zählen auch psychisch kranke Menschen, besonders wichtig. Wir appellieren daher an die Politik, die Regelungen im geplanten neuen Psych-Entgeltsystem intensiv am Wohl der Patienten auszurichten und die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser zu stärken.

Die Weichen für die Einführung eines neuen Vergütungssystems für psychiatrische und psychosomatische Krankenhäuser werden zurzeit gestellt. Es hat sich gezeigt, dass ein pauschalierendes System in Analogie zum DRG-System der Versorgung und dem Behandlungsbedarf psychisch Kranker nicht gerecht wird. Die Krankenhäuser benötigen individuell vor Ort verhandelbare Budgets, die auch spezielle örtliche und regionale Versorgungskonzepte berücksichtigen. In Verbindung mit dem neuen Vergütungssystem sind auch Mindestvorgaben für personelle Besetzungen vorgesehen. Diese sind unter Qualitäts- und Sicherheitsaspekten zweifellos zu begrüßen. Sie erfordern aber auch eine verlässliche Refinanzierung und dürfen nicht mit dem Verweis auf Einsparzwänge zu Obergrenzen relativiert werden. Leider besteht die Gefahr, dass mit dem neuen Vergütungssystem zusätzlicher Bürokratieaufwand in Verbindung mit neuen Nachweis- und Dokumentationspflichten auf die Kliniken zukommt. Dringend erforderlich wäre aber dessen spürbare Reduzierung, denn er bindet wertvolle Ressourcen, die der Patientenversorgung verloren gehen.

Ein starkes Signal für mehr Patientenorientierung bedeutet die Ermöglichung der Behandlung psychisch Kranker in ihrem häuslichen Umfeld, die sich bisher in verschiedenen Modellprojekten bewährt hat. Die Zulassung solcher stationsäquivalenter Behandlungsformen darf jedoch nicht automatisch den Abbau stationärer Kapazitäten zur Folge oder gar zur Voraussetzung haben – das würde den Patienten schaden und die Versorgungssicherheit gefährden.

Der DEKV hat gemeinsam mit dem Katholischen Krankenhausverband Deutschlands (KKVD) im Vorfeld der Anhörung zum Referentenentwurf des „Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen“ (PsychVVG) am 17. Juni 2016 in Bonn eine Stellungnahme verfasst. Darin appellieren die Christlichen Krankenhäuser in Deutschland (CKiD) an die Politik, die Ausgestaltung des geplanten neuen Psych-Entgeltsystems konsequent am individuellen Bedarf der Patienten auszurichten und die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser zu fördern. Die vollständige Stellungnahme sowie die dazu versandte Pressemitteilung stehen unter den folgenden Links zum Download bereit.

CKiD-Stellungnahme zur Anhörung zum Referentenentwurf des „Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen“ (PsychVVG)

CKiD-Pressemitteilung zur Stellungnahme

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Scheitern der Reformen ist keine Option

Berlin, 3. Juni 2016: Die Reform der Pflegeberufe darf nach Ansicht des DEKV nicht scheitern: Denn die Generalistik sichert die Qualität in der Ausbildung und steigert die Attraktivität des Berufsfeldes. Eine Reform der Ausbildungsgänge in der Kranken-, Kinder- und Altenpflege ist dringend notwendig, um die Qualität der Ausbildung nachhaltig zu sichern und die Attraktivität des Pflegeberufes zu erhöhen. Um Absolventen aller Schulformen Berufs- und Karriereperspektiven in der Pflege zu eröffnen, sollte allerdings zusätzlich zur dreijährigen Ausbildung eine zweijährige Assistenzausbildung in das Pflegeberufereformgesetz schon heute aufgenommen werden, die einen anerkannten heilberuflichen Abschluss vermittelt. Sie würde für eine Vielzahl verantwortlicher pflegerischer Aufgaben qualifizieren, für die eine dreijährige oder eine akademische Ausbildung nicht vorausgesetzt werden muss.

Kritiker des Gesetzentwurfes und des generalistischen Ansatzes bemängeln derzeit lautstark einen angeblich zu befürchtenden Qualitätsverlust in den vorgesehenen Ausbildungs-Curricula. Darüber hinaus wird suggeriert, die generalistische Pflegeausbildung könne zu einer verminderten Attraktivität der Pflegeberufe und zu verstärktem Fachkräftemangel führen. Genau das Gegenteil ist der Fall:

Generalistik sichert Qualität in der Pflege durch einheitliche Standards und individuelle Spezialisierungsmöglichkeiten
Durch das gemeinsame Basiswissen, das für alle Pflegeberufe unerlässlich ist, sichert der  generalistische Ansatz einheitliche Standards in der Ausbildung. Eine kompetenzorientierte statt sektorenbezogene Gestaltung der Ausbildung gewährleistet den erfolgreichen theoretischen und praktischen Wissensgewinn und hilft, Engpässe in den Ausbildungsstätten zu vermeiden. Junge Menschen können sich nach Abschluss ihrer Ausbildung für eine gesonderte Weiterbildung entscheiden, um in hochspezialisierten Bereichen wie z. B. der Kinder-Intensivpflege tätig zu werden. Damit wird das generalistische Ausbildungsmodell sowohl der Qualitätssicherung im allgemeinen Pflegeberuf als auch dem Bedarf an gesondert spezialisierten Fachkräften gerecht.  

Generalistische Ausbildung bietet Chancen für alle Schulabgänger und steigert Attraktivität des Pflegeberufes
Pflege zählt in der alternden Gesellschaft zu den wichtigsten Berufsfeldern der Zukunft. Durch die wachsende Lebenserwartung der Menschen wird es zukünftig immer mehr multimorbide Pflegebedürftige geben. Insbesondere die Bereiche der Alten- und Krankenpflege müssen deshalb auf eine gemeinsame Basis gestellt werden, um den zunehmenden Bedarf an Fachkräften zu sichern. Dies kann nur gelingen, wenn das Berufsfeld der Pflege für alle Schulabgänger, vom Hauptschüler bis zum Abiturienten, attraktiv gestaltet ist. Dazu bedarf es differenzierter Zugänge in die Pflegeausbildung und den Pflegeberuf, die den unterschiedlichen Potenzialen der Interessenten gerecht werden.

Der DEKV fordert: Gesetzentwurf ergänzen und erfolgreich auf den Weg bringen
Der Entwurf des Pflegeberufegesetzes ist das Ergebnis eines lange vorbereiteten und intensiv durchdachten Prozesses, in den alle beteiligten Sektoren intensiv einbezogen worden sind. Diese notwendige Reform darf nicht gefährdet werden. Der DEKV spricht sich für Ergänzungen im Gesetzentwurf aus, die neben der einheitlichen Ausbildung zur Pflege-Assistenz auch die Finanzierung der Ausbildungsgänge auf ein solides Fundament stellen. Der generalistische Ansatz muss aber in jedem Fall beibehalten werden, um die Qualität und die ausreichende Anzahl an Arbeitskräften in der Pflege zukünftig zu sichern.

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Wir geben eine Antwort auf das „WIE?“

Berlin, 01. März 2016: Unserer Ansicht nach, ist die Generalistik ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Wir haben mit Blick auf die zu erwartende Ausbildungs- und Prüfungsverordnung konkrete Vorschläge zur Ausgestaltung der generalistischen Pflegeausbildung vorgelegt, die insbesondere auch eine Antwort auf die Frage bieten: Sind nach erfolgreichem Abschluss einer dreijährigen generalistischen Pflegeausbildung die Pflegefachfrauen/-männer in der Lage, kompetent in allen Bereichen der Pflege tätig zu sein? Hierfür ist es erforderlich, ergänzend zu den schulischen und akademischen Pflegeausbildungen auf Bundesebene eine Ausbildung zur Pflege-Assistenz im Pflegeberufegesetz zu verankern, um das Ausbildungsniveau zu halten. Ebenso ist anstelle einer sektoralen Aufteilung der praktischen Ausbildung stärker auf eine lernfeldbezogene Kompetenzentwicklung und -vermittlung in der Pflege zu setzen. Beide Aspekte greifen die christlichen Krankenhausverbände in ihrer erweiterten Stellungnahme detailliert und beispielhaft auf.

Der Gesetzesentwurf zum Pflegeberufereformgesetz regelt die Pflegeausbildung neu und stellt nach Ansicht der beiden Verbände einen ersten Schritt für eine substanzielle Verbesserung der Pflegeausbildung dar. Es bleiben jedoch noch  viele Fragen mit Blick auf die Umsetzung und Ausgestaltung der generalistischen Pflegeausbildung offen, die gerade in der fachpolitischen Diskussion immer wieder von den Kritikern aufgeführt werden. Es bedarf daher heute konstruktiver Vorschläge, die im Gesetzgebungsverfahren und bei der Ausgestaltung der Ausbildungs- und Prüfungsverordnung berücksichtigen werden sollten:

  • Die Weichen für eine bundeseinheitlich geregelte Assistenzausbildung müssen jetzt im laufenden Gesetzgebungsverfahren gestellt werden. Die über die „CKiD-Bildungswege“ vorgesehenen flexiblen Einstiege und differenzierten Bildungswege stärken die Berufswahlentscheidung für die Pflege und steigern deren Attraktivität. Auszubildende und Studierende erhalten über den praktischen Bezug eine hohe Handlungskompetenz.
  • In allen möglichen Einsatzorten der Pflege können fast alle erforderlichen Kompetenzen erworben werden, um die Ausbildungsziele zu erreichen. Lediglich einige wenige Kompetenzen können ausschließlich in bestimmten Pflege-Settings erworben werden, die klar beschrieben werden können.
  • Es liegt daher nahe, die erforderliche Kompetenzorientierung in die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung aufzunehmen, statt die Ausbildungszeit auf die verschiedenen Pflegesektoren aufzuteilen. Damit können Engpässe bei den einzelnen praktischen Ausbildungsplätzen erfolgreich vermieden werden.
  • Die für die gesamte Ausbildung verantwortliche Ausbildungsstätte hat alle Einsatzorte für ihre Auszubildenden auf den geszielten Kompetenzerwerb hin  zu überprüfen und die Ausbildung so zu steuern, dass die Absolventen handlungskompetent in den Beruf einsteigen können.

Die beiden Christlichen Verbänd haben für die offenen Fragen konstruktive Vorschläge erarbeitet, die im Folgenden in der Anlage detailliert und beispielhaft erläutert werden. Diese wurden in politische Gespräche und in die fachlichen Diskussionen von den christlichen Krankenhausverbänden bereits eingebracht. (SST)

Vorschlägen der Christlichen Krankenhausverbände zur Ausgestaltung der generalistischen Pflegeausbildung

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