Evangelische Krankenhäuser...

werteorientiert und wettbewerbsstark.

Evangelische Krankenhäuser…

umfassende Zuwendung.

Evangelische Krankenhäuser…

starke Partner im Versorgungsnetzwerk.

Evangelische Krankenhäuser…

interprofessionelle Pflege.

Evangelische Krankenhäuser...

Qualität in Menschlichkeit und Medizin.

Evangelische Krankenhäuser…

verstehende Kommunikation.

Evangelische Krankenhäuser…

modernes Management.

Evangelische Krankenhäuser…

engagiert und glaubensstark.

Evangelische Krankenhäuser…

innovative Spitzenmedizin.

Evangelische Krankenhäuser…

Seelsorge für ein würdiges Sterben.

Evangelische Krankenhäuser…

christliche Nächstenliebe.

Evangelische Krankenhäuser…

respektvolle Lebensbegleitung.

Evangelische Krankenhäuser…

wirtschaftliche Solidität.

Evangelische Krankenhäuser…

zukunftssichere Versorgung.

Evangelische Krankenhäuser…

ganzheitlich Patienten orientiert.

Evangelische Krankenhäuser…

ausbildungsstark in Medizin und Pflege.

 
Die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeine:
Losungstext:
Ein hörendes Ohr und ein sehendes Auge, die macht beide der HERR.
Sprüche 20,12
Lehrtext:
Prüft aber alles und das Gute behaltet.
1.Thessalonicher 5,21
 
 

DEKV geht mit neu gewähltem Vorstand und neuer Verbandsdirektorin in die nächste Legislaturperiode

Die Mitgliederversammlung des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV) hat ihren Vorstand neu gewählt. Im Rahmen der DEKV-Jahrestagung, die vom 11. bis 12. September 2017 in Hannover stattfand, wurden zahlreiche bisherige Vorstandsmitglieder im Amt bestätigt sowie neue Mitglieder in den Vorstand gewählt. Christoph Radbruch, Vorsteher der Pfeifferschen Stiftungen zu Magdeburg-Cracau, wurde in der anschließenden konstituierenden Sitzung des neu zusammengesetzten Vorstands in seinem Amt als DEKV-Vorsitzender bestätigt. Andrea Trenner, Ordensoberin des Johanniterordens in Berlin, wurde ebenfalls als stellvertretende Vorsitzende wiedergewählt. Neuer Schatzmeister des DEKV ist Dr. med. Holger Stiller, Vorstand der Kaiserswerther Diakonie und Krankenhausdirektor des Florence-Nightingale Krankenhauses in Düsseldorf. Er folgt auf Manfred Witkowski, ehemals Vorstand der Valeo Kliniken Hamm, der aufgrund seines Eintritts in den Ruhestand nicht mehr als Vorstandsmitglied des DEKV kandidiert hatte. Im Anschluss an die Sitzung wurde Melanie Kanzler als neue Verbandsdirektorin des DEKV eingeführt.

Der Vorstand des DEKV ist satzungsgemäß interdisziplinär besetzt und wird für vier Jahre gewählt. Seine Mitglieder repräsentieren die Bereiche Theologie, Pflege, Medizin, Wirtschaft sowie die Trägerebene. Nils Krog, Vorstandsvorsitzender der Ategris GmbH und Geschäftsführer des Evangelischen Krankenhauses in Mülheim a. d. Ruhr, wurde als Theologe neu in den DEKV-Vorstand gewählt. Als weitere Mitglieder des Vorstandes bestätigt wurden Michael Keller, Geschäftsführer des Agaplesion Elisabethenstifts in Darmstadt, Johannes Koschig, Pflegedirektor im Diakonissenkrankenhaus Dessau, Hans-Joachim Lenke, Vorstandsvorsitzender des Evangelischen Diakoniewerks Schwäbisch Hall sowie Geschäftsführer des Diakonie-Klinikums Schwäbisch Hall, Dr. med. Rainer Prönneke, Chefarzt der Medizinischen Klinik im Marienstift Braunschweig, Dr. med. Josef Rosenbauer, Geschäftsführer der Diakonie in Südwestfalen sowie Geschäftsführer des Diakonie Klinikums Siegen und Jochen Vennekate, Geschäftsführer der Christlichen Bildungsakademie für Gesundheitsberufe Aachen. Maria Loheide wird als Vertreterin des Vorstands der Diakonie Deutschland satzungsgemäß auch dem neu gewählten Vorstand des DEKV mit beratender Stimme angehören. Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender der Agaplesion gAG, wurde in der konstituierenden Sitzung des Vorstandes als weiteres Vorstandsmitglied kooptiert.

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung des DEKV fanden in einem feierlichen Rahmen die Verabschiedung des bisherigen Verbandsdirektors Pastor Norbert Groß und die offizielle Einführung seiner Nachfolgerin Melanie Kanzler statt. Christoph Radbruch würdigte Norbert Groß vor den Mitgliedern des DEKV und den anwesenden Gästen für seine langjährige und erfolgreiche Arbeit im Interesse der evangelischen Krankenhäuser und wünschte ihm alles Gute für seinen nun beginnenden Ruhestand. Die 43-jährige Diplom-Politologin Melanie Kanzler wurde von Radbruch als neue Verbandsdirektorin des DEKV vorgestellt. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Melanie Kanzler die Profilstärkung unseres Verbandes weiter voranzutreiben“, sagte Radbruch.

Ein Foto des neuen Vorstandes mit Verbandsdirektorin Melanie Kanzler steht unter folgendem Link zum Download bereit (nicht im Bild: Nils Krog). Das Bild kann für redaktionelle Zwecke verwendet werden (Foto: DEKV / Nico Herzog).

Foto_DEKV-Vorstand_und_Verbandsdirektorin

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Zukunft der Krankenhausversorgung: Wir fragen die Parteien

Die Gestaltung der Krankenhausplanung sowie die sektorenübergreifende Zusammenarbeit werden in der Gesundheitspolitik der kommenden Legislaturperiode eine wichtige Rolle spielen. An die Adresse der Parteien hat die Initiative „Christliche Krankenhäuser in Deutschland“ (CKiD) im Vorfeld der Bundestagswahl nun Fragen nach den konkreten Absichten der Parteien zu den wichtigsten Anliegen konfessioneller Kliniken befragt. Handlungsbedarf sehen die beiden Verbände besonders bei der Investitions- und Betriebskostenfinanzierung, der Refinanzierung von Personalkosten sowie der sachgerechten Abbildung hochbetagter, demenziell erkrankter Patientengruppen im Finanzierungssystem.

Auch unter den befragten Parteien besteht Einigkeit darüber, dass die besonderen Bedürfnisse von älteren und multimorbiden Patienten sowie Patienten mit Behinderungen im DRG-System entsprechend abgebildet sein sollten. Unterschiedlich Ansichten haben die Parteien zu der Frage, ob die bereits getroffenen Maßnahmen ausreichen, und welche zusätzlichen Schritte notwendig wären.

Die Christlichen Krankenhäuser wollten von der Politik darüber hinaus wissen, wie die Notfallversorgung in Deutschland insbesondere vor dem Hintergrund einer sektorenübergreifenden Gesundheitsversorgung künftig aufgestellt sein soll. Auch die Positionen der Parteien zur Trägervielfalt waren Bestandteil der Befragung der CKiD-Initiative, die rund 400 katholische und 200 evangelische Krankenhäuser vertritt.

Die insgesamt 16 Fragen der CKiD und die Antworten der befragten Parteien stehen unter folgendem Link zum Download zur Verfügung:

CKiD Wahlprüfsteine mit Antworten der Parteien.

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Personaluntergrenzen – Patienten und Mitarbeitende sollen profitieren

Berlin, 8. Juni 2017. Nach Einschätzung von Fachexperten gibt es deutliche Zusammenhänge zwischen der Patientensicherheit und der Anzahl der eingesetzten Pflegekräfte in entsprechenden Bereichen der stationären Versorgung. Die personelle Besetzung korreliert darüber hinaus mit der Belastung des Personals und der Zufriedenheit mit der ausgeübten Tätigkeit. Für die Einführung von Personaluntergrenzen in sogenannten pflegesensitiven Krankenhausbereichen gibt es aus Sicht der Abgeordneten des Deutschen Bundestages, die gerade einen entsprechenden Beschluss gefasst haben, also gute Gründe. Dass das zu ihrer Einhaltung erforderliche zusätzliche Personal auf dem Arbeitsmarkt zurzeit gar nicht zur Verfügung steht, sowie andere, gegen verpflichtende Vorgaben vorgebrachte Argumente wurden dabei als offenbar nicht gewichtig genug beurteilt. Aus Sicht des DEKV sollte die Einführung von Personaluntergrenzen in der stationären Krankenhausversorgung insbesondere vulnerablen Patientengruppen wie Menschen mit Behinderungen oder demenziellen Erkrankungen zugutekommen.

Die Spitzenorganisationen der Krankenhäuser und Krankenversicherungen, gemeinsam mit Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden und Fachgesellschaften, müssen nun innerhalb eines Jahres, bis zum Sommer 2018, die in Frage kommenden pflegesensitiven Bereiche, die jeweiligen Personaluntergrenzen sowie die Rahmenbedingungen ihrer Umsetzung, Ausnahmetatbestände, Übergangsregelungen, Sanktionen für den Fall der Nichteinhaltung u. a. vereinbaren. Das ist anspruchsvoll und herausfordernd genug. Mindestens so wichtig, wenn nicht noch wichtiger aber wird sein, dafür zu sorgen, dass kurzfristig deutlich mehr Pflegefachkräfte zur Verfügung stehen als heute.

Verstärkte Ausbildungsaktivitäten, die schon aufgrund der demografischen Entwicklung und des steigenden Bedarfs an pflegerischer Versorgung unverzichtbar sind, werden erst mittelfristig greifen. Um dem aktuellen und – wenn nichts geschieht – sich verschärfenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, wird man insbesondere versuchen müssen, Fachkräfte, die dem Pflegeberuf den Rücken gekehrt haben, weil sie ihn unter den gegebenen Arbeitsbedingungen nicht länger ausüben wollten, für einen Wiedereinstieg in den Beruf zu gewinnen. Optimisten sehen hier ein genügend großes Reservoir, um den mit der Einführung von Personaluntergrenzen verbundenen Herausforderungen begegnen zu können.

Wenn Politik, Kassen, Verbände und Klinikträger gemeinsame Sache machen würden mit dem Ziel, dauerhaft und verlässlich Arbeitsbedingungen zu schaffen, die es Pflegekräften – und Ärzten –  erlauben, Patienten entsprechend ihren professionellen und ethischen Standards zu versorgen, und die Option des Ausstiegs aus dem Beruf gar nicht erst nahelegen, sollte sich da doch etwas machen lassen. Dazu bedarf es nicht nur, aber auf jeden Fall auch einer verlässlichen und umfassenden Refinanzierung der Personalkosten, nicht nur der durch die Einführung von Untergrenzen verursachten zusätzlichen Kosten.

Die Einführung von Personaluntergrenzen ist ein deutliches Signal der Politik an Patienten und Beschäftigte. Dringend nötig sind ebenso deutliche Signale an die für die Betriebsführung der Kliniken Verantwortlichen, sie mit den darin begründeten Herausforderungen nicht allein zu lassen, sondern sie in die Lage zu versetzen, sie zu meistern. (ng)

CKiD-Stellungnahme zu Personaluntergrenzen in der Pflege

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Qualität neu definieren – christliche Krankenhausverbände positionieren sich zur Bundestagswahl

Berlin, 27.04.2017. Die Initiative „Christliche Krankenhäuser in Deutschland“ (CKiD) fordert eine entschlossene Ausrichtung der Krankenhauspolitik der kommenden Legislaturperiode auf Basis eines erweiterten Qualitätsverständnisses mit den Prioritäten Patienten, Personal und Gemeinwohl. Drängender Handlungsbedarf bestehe hinsichtlich der Neuregelung von Personaluntergrenzen und bei der flächendeckenden Notfallversorgung. Auch die Versorgung vulnerabler Patienten müsse verbessert werden, so der Deutsche Evangelische Krankenhausverband (DEKV) und der Katholische Krankenhausverband Deutschlands (kkvd). Die Regelungen des Krankenhausstrukturgesetzes (KHSG) reichten nicht aus, eine sowohl effektive als auch durch Menschlichkeit und Zuwendung geprägte Patientenversorgung sicherzustellen. Die CKiD stellen ihre Positionen im Rahmen eines Polit-Talks heute (Donnerstag) ab 17:30 Uhr in Berlin zur Diskussion. Auf dem Podium vertreten sind neben dem Vorsitzenden und stellvertretendem Vorsitzenden von DEKV und kkvd, Christoph Radbruch und Ingo Morell, Gesundheitspolitiker aller Bundestagsfraktionen sowie Vertreter aus Patientenorganisationen und dem Gemeinsamen Bundesausschuss.

„Wir setzen uns für ein neues Verständnis von Qualität in der Krankenhausbehandlung ein, das sich deutlich an patienten- und gemeinwohlbezogenen sowie professionsethischen Kriterien orientiert. Ein umfassender Qualitätsbegriff muss auch den einzelnen Patienten im Blick haben und sollte sich außerdem stärker an Indikatoren zur Messung der Lebensqualität wie beispielsweise die International Classification of Functioning (ICF) ausrichten“, sagt der DEKV-Vorsitzende Radbruch. Ein Umdenken sei insbesondere im Umgang mit demenzkranken oder geistig behinderten Patienten notwendig, da diese ein höheres Maß an Zeit und Aufmerksamkeit benötigten. Diese Leistungen seien durch das DRG-System nicht genügend abgedeckt und müssten zukünftig besser berücksichtigt werden, fordert Radbruch. Um die patientenorientierte Versorgung zu stärken, sei es zudem notwendig, ausreichend Pflegepersonal auszubilden. „Unverzichtbar hierfür ist  eine eigenständige, bundesweit geregelte zweijährige Assistenzausbildung, die den Erfordernissen am Arbeitsmarkt entspricht und attraktive Weiterbildungsmöglichkeiten für die Absolventen eröffnet.“

kkvd-Vize Morell betont: „Die Politik ist in der kommenden Legislaturperiode gefordert, auf die reale Situation in der Versorgung zu schauen – mit allen regionalen Besonderheiten und personellen Engpässen etwa auf dem Arbeitsmarkt für Pflegekräfte. Wir sind hier zehn Jahre zu spät dran, um diese Fehlentwicklung nun ad hoc auszugleichen. Es gibt heute mehr multimorbide Patienten und dadurch bedingt höhere Anforderungen an die Pflegenden, wodurch das gegenwärtige Finanzierungssystem an seine Grenzen stößt. Wir fordern deshalb eine vorausschauende und realistische Planung und Refinanzierung, die den Krankenhäusern bei ihrer Aufgabe, eine zukunftsfeste Versorgung zu gestalten, hilft.“ Zum Thema Notfallversorgung sagt Morell: „Es muss endlich Schluss sein mit der sektoralen Abgrenzungsdiskussion, das bringt uns nicht weiter. Die Verantwortlichen in den Krankenhäusern vor Ort können sich diese Debatte gar nicht leisten, da sie in der Verantwortung für die Menschen, die versorgt werden müssen, stehen. Wir müssen stattdessen hinkommen zu einer sektoral übergreifenden Lösung mit einem übergreifendem Budget.“

In der laufenden Legislaturperiode haben die mehr als 600 konfessionellen Kliniken bundesweit bereits eigene Anstrengungen unternommen, um dem Strukturwandel in den Regionen, einer veränderten Altersstruktur der Bevölkerung und komplexeren Voraussetzungen in der Medizin zu begegnen: Bundesweit stellen 45 Kliniken in konfessioneller Trägerschaft mit jeweils einer Größe von mehr als 1 000 Betten in Verbundstrukturen wirksame Synergieeffekte her, indem sie Leistungen gebündelt anbieten. Um weiterhin eine humane und am Patienten orientierte Versorgung anbieten zu können, müssten die Rahmenbedingungen an vielen Stellen neu definiert werden, so die Forderung der CKiD an die Gesundheitspolitiker.

Gesprächspartner beim CKiD-Politik-Talk am 27. April 2017 um 17:30 Uhr in Berlin sind:

Ute Bertram, Mitglied des Deutschen Bundestags CDU/CSU-Fraktion
Thomas Isenberg, Gesundheitspolitischer Sprecher SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus
Maria Klein-Schmeink, Gesundheitspolitische Sprecherin Bündnis 90 / Die Grünen
Harald Weinberg, Sprecher Krankenhauspolitik und Gesundheitsökonomie DIE LINKE
Hedwig Francois-Kettner, Vorsitzende Aktionsbündnis Patientensicherheit
Dr. Regina Klakow-Franck, unparteiisches Mitglied Gemeinsamer Bundesausschuss

CKiD-Pressemitteilung vom 27.04.2017

Die Positionen der christlichen Krankenhäuser zur Bundestagswahl stehen auf der CKiD-Website bereit.

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Mindestmengen sind kein Qualitätsmerkmal

Berlin, 20.03.2017. Die Diskussion um Mindestmengen in der Krankenhausversorgung ist neu entflammt. Maßgeblich dazu beigetragen hat die Veröffentlichung des AOK-Krankenhausreports 2017. Seitdem wird nachdrücklich gefordert, die bestehenden Mindestmengenregelungen auszuweiten und konsequenter anzuwenden. Es nützt aber niemandem und untergräbt die Qualitätsorientierung der Akteure generell, wenn diese für die Strukturbereinigung in der Krankenhauslandschaft missbraucht wird. Ob Kliniken bzw. einzelne Fachabteilungen zukünftig bestimmte Leistungen erbringen dürfen oder nicht, sollte nicht davon abhängen, wie oft sie diese Leistungen erbringen, sondern in welcher nachgewiesenen Qualität sie das tun.

Es liegt auf der Hand, dass z.B. bei komplizierten Operationen das Risiko, Fehler zu machen oder kritische Situationen herbeizuführen, mit der Erfahrung des Operateurs sinkt. Je häufiger jemand eine Operation durchgeführt hat, umso besser sollte er sie beherrschen. Das gilt analog auch für Kliniken oder Fachabteilungen. Tatsächlich lässt sich vielfach zeigen, dass z.B. Komplikationen seltener auftreten, wenn bestimmte Operationen in einer Abteilung häufig durchgeführt werden. Wer sich einer entsprechenden Operation unterziehen muss, sucht sich aber heute schon einen dafür ausgewiesenen Spezialisten oder eine Spezialistin bzw. wählt normalerweise eine entsprechend spezialisierte Klinik.

Die Diskussion um Mindestmengen wird aber nicht nur im Blick auf besonders aufwändige und komplizierte Operationen geführt. Es geht auch darum, relativ häufige Operationen auf weniger Kliniken als heute zu konzentrieren. Dabei geht es z.B. um Hüft-Endoprothesen, Schilddrüsenoperationen, Erstoperationen bei Brustkrebs. Hier liegt der Zusammenhang von Qualität und Menge nicht so ohne weiteres auf der Hand. Teilweise zeigen die verfügbaren Daten jedoch, dass jedenfalls Kliniken mit sehr kleinen Fallzahlen Probleme haben, z.B. die von der jeweiligen wissenschaftlichen Fachgesellschaft empfohlenen struktur- und prozessbezogenen Standards, etwa hinsichtlich der Sicherung der Diagnose, einzuhalten.

Um es deutlich zu sagen: Mindestmengen sind kein Qualitätsmerkmal und bilden keine Qualität ab. Sie garantieren auch keine Qualität. Sie stellen vielmehr eine Rahmenbedingung dar, unter der bestimmte messbare Risiken in Verbindung mit einer konkreten Behandlung begrenzt werden können. Gleichzeitig steigt damit die Wahrscheinlichkeit, dass das Behandlungsergebnis bestimmten Anforderungen hinsichtlich guter Qualität entspricht. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. (NG)

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Pflegeberufereform: Noch ist es nicht zu spät

Berlin, 26.01.2017. „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.“ Sehr viel Zeit ins Land gegangen ist mittlerweile für die Reform der Pflegeberufe. Seit Monaten ringt die Koalition um das geplante Gesetz, und die angedachten Kompromisse überzeugen nicht. Wenn die Reform der Pflegeberufe aber zu spät kommt oder gar scheitert, werden allerdings die Falschen bestraft. Denn die Leidtragenden werden vor allem die Pflegekräfte selbst und die Patientinnen und Patienten im Krankenhaus sowie die Bewohnerinnen und Bewohner von Altenpflege-einrichtungen sein. Der DEKV engagiert sich daher weiterhin für die Zukunft der Pflege, für ein Mehr an Attraktivität und beruflicher Perspektive und fordert die Politik auf, das Pflegeberufereformgesetz jetzt umzusetzen.

Gemeinsam mit dem Katholischen Krankenhausverband Deutschlands, der Diakonie Deutschland und dem Deutschen Caritasverband setzt sich der DEKV an vorderster Front für die Reform der Pflegeberufe ein: für eine generalistische Ausbildung, in der die Bereiche der Alten-, Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammengelegt werden, um den Pflegeberuf zukunftsfähig zu gestalten und eine EU-weite Anerkennung zu garantieren. Für klare und praxistaugliche Ausbildungsziele, die eine hohe Qualität in der Pflege gewährleisten und damit sowohl den Pflegekräften dienen als auch den Menschen, die ihnen anvertraut sind. Und für geeignete Weiterbildungsmaßnahmen, um sich für hoch spezialisierte Bedarfe zu qualifizieren. Nur mit einer mutigen Reform wird es gelingen, den Pflegeberuf dauerhaft attraktiver zu gestalten.

Die Zahl der Pflegebedürftigen in Deutschland ist aktuellen Erhebungen zufolge auf knapp drei Millionen im Jahr 2015 angestiegen und wird, bedingt durch den demografischen Wandel, noch weiter zunehmen. Es liegt auf der Hand, dass wir zukünftig mehr Fachkräfte benötigen – und diese Fachkräfte brauchen generalistische Pflegekompetenzen. Wenn immer mehr ältere, multimorbide oder demenzkranke Patientinnen und Patienten in Kliniken versorgt werden, können Krankenpflegerinnen und –pfleger besser arbeiten, wenn sie auch Kompetenzen im Bereich der Altenpflege haben. Viele dieser Patientinnen und Patienten müssen, nach immer kürzeren Verweildauern in den Krankenhäusern, im Pflegeheim anschließend noch krankenpflegerisch betreut werden. Dann ist die reine Altenpflege-Kompetenz dort ebenfalls ab einem gewissen Punkt nicht mehr ausreichend, um eine optimale Versorgung zu gewährleisten.

Unzählige Fakten belegen die dringende Notwendigkeit einer konsequenten, weitreichenden Pflegeberufereform, die eine generalistische Ausbildung vorsieht und damit für Interessenten und Berufsanfänger aussichtsreiche Perspektiven ermöglicht. Diese Reform kann noch in dieser Legislaturperiode auf den Weg gebracht werden. Im Interesse der Nachwuchskräfte in der Pflege und der zukünftig Pflegebedürftigen sollte sie nicht zu spät kommen.

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Pflege braucht Zukunftskompetenzen

Berlin, 23. November 2016: Wenn nicht jetzt – wann dann? Schon viel zu lange steht die Reform der Pflegeausbildung im Raum, mit der die Zukunft des Berufsfelds und die Qualität der pflegerischen Versorgung gesichert werden sollen. Die mit dem Pflegeberufereformgesetz geplante Einführung der generalistischen Pflegeausbildung und eines akademischen Ausbildungszweigs ist ein großer Schritt. Wer die Pflege in Deutschland zukunftsfähig gestalten will, muss ihn wagen, damit der Pflegeberuf für Nachwuchskräfte attraktiver wird. Zudem sind angesichts des demografischen Wandels generalistische Pflegekompetenzen wichtiger denn je. Um dem Fachkräftemangel zu begegnen, bedarf es heute zudem eines gestuften Ausbildungsmodells mit hoher Durchlässigkeit und einer EU-weiten Anerkennung. Das ist ohne die Reform jedoch kaum möglich.

Doch die Verabschiedung des Gesetzes wird blockiert. Ausschlaggebend sind offensichtlich nicht fachliche Gründe oder Qualitätsaspekte, sondern massive wirtschaftliche Interessen vor allem privater Einrichtungsträger in der Altenhilfe. Pflegefachkräfte in Einrichtungen der Altenhilfe werden vielerorts niedriger entlohnt als Pflegende im Krankenhaus. Vor allem nicht tarifgebundene private Träger zahlen hier deutlich geringere Vergütungen, als sie die einschlägigen Tarife, etwa von Diakonie und Caritas, vorsehen. Die Einführung der Generalistik würde zu prinzipiell gleichen Vergütungen für Pflegefachkräfte führen, unabhängig davon, ob sie im Bereich der Altenhilfe oder im Krankenhaus arbeiten. Um künftig genügend Personal zu bekommen, müssten die privaten Altenhilfeträger ihre Beschäftigten deutlich besser vergüten. - Die generalistische Ausbildungsreform würde der Altenpflege endlich die lang verdiente Aufwertung und eine EU-weite Anerkennung des Berufs bringen. Damit würde gerade eine Tätigkeit in der Altenpflege zukünftig an Attraktivität gewinnen und so dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Insbesondere für die Altenhilfe wäre ein Scheitern der Reform also besonders nachteilig.

Bedenken, die von Seiten der Kinderkrankenpflege hinsichtlich eines befürchteten Kompetenzverlustes zum Ende der generalistischen im Vergleich zur bisherigen spezialisierten Ausbildung geäußert werden, sind auf den ersten Blick verständlich, aber bei genauerem Hinschauen größtenteils unbegründet. Der komplexe Bereich der Kinderkrankenpflege bspw. im Bereich der Neonatologie erfordert auch unter den bisherigen Rahmenbedingungen eine intensive Fort- und Weiterbildung.

Von den Gegnern des Gesetzentwurfs werden Modelle im Sinne einer „integrativen Ausbildung“ vorgeschlagen, in der die jungen Menschen zwei Jahre generalistisch und ein Jahr spezifisch für die Kranken-, Alten- oder Kinderkrankenpflege ausgebildet werden. Eine solche Lösung wird von den Berufsverbänden jedoch einhellig abgelehnt. Sie würde aufgrund der notwendigen Umstrukturierungen viel Geld kosten, aber keine Vorteile bringen. Die drei getrennten Berufsabschlüsse blieben bestehen, was die Karrierechancen der Pflegenden erschweren und auch die EU-weite Anerkennung unmöglich machen würde.

Um dem Pflegberuf attraktiv und zukunftsfähig aufzustellen bedarf es heute einer politischen Kraftanstrengung und des Konsenses für den Entwurf des Pflegeberufegesetzes – dazu gibt es keine gleichwertige Alternative.

CKiD Stellungnahme zum Pflegeberufegesetz 

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Evangelische Krankenhäuser in Deutschland:





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